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Berliner Grüne für Koalitionsgespräche mit Linke und SPD

World desk bei Times News (2026-10-19): Mögliche Koalitionen nach der Bundestagswahl 2029 Sitze laut Umfragen, Koalitionsrechner, Regierungen in Bund und Ländern seit 1949 Zuletzt aktualisiert am… Primärquelle: Original bei Investing.com DE Economy (de.investing.com).

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Mögliche Koalitionen nach der Bundestagswahl 2029

Sitze laut Umfragen, Koalitionsrechner, Regierungen in Bund und Ländern seit 1949

Zuletzt aktualisiert am 19. Oktober 2026

Das Bundeskanzleramt in Berlin, Sitz des Bundeskanzlers und der Bundesregierung. Foto: Diego Delso, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0, bearbeitet

Seit 1961 hat keine Partei bei einer Bundestagswahl die absolute Mehrheit der Sitze erreicht; zuletzt gelang das CDU und CSU 1957.1 Die Bundesregierung wird deshalb seit Jahrzehnten von Koalitionen getragen – 26 Kabinette seit 1949, davon keines als Alleinregierung. Heute regieren CDU, CSU und SPD: Die Koalitionsfraktionen verfügen über 328 der 630 Sitze im Bundestag.2

Nach dem Mittelwert der aktuellen Umfragen hätte ein Bündnis aus Union und SPD derzeit keine Mehrheit. Welche Koalitionen rechnerisch möglich wären, zeigen die Diagramme und die Abschnitte unten; mit dem Koalitionsrechner lassen sich eigene Werte eintragen. Die weiteren Abschnitte erklären, wie eine Koalition zustande kommt, wie lange die Regierungsbildung nach jeder Bundestagswahl seit 1949 dauerte, welche Bündnisse im Bund regiert haben und wer die 16 Landesregierungen bildet. Die nächste Bundestagswahl findet spätestens am 25. März 2029 statt, sofern der Bundestag nicht vorzeitig aufgelöst wird (Einzelheiten zum Wahltermin).

Koalitionen laut Umfragen

Der Bundestag hat regulär 630 Sitze; für eine absolute Mehrheit sind 316 Sitze nötig. Überträgt man den Mittelwert der neuesten Umfragen von 7 Instituten (Stand: 19.10.2026) nach dem Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren auf 630 Sitze, entfielen die meisten Sitze auf AfD (202) und CDU/CSU (144).3

Die Rechnung ist eine Vereinfachung: Berücksichtigt sind nur Parteien, die in den Umfragen bei mindestens fünf Prozent liegen. Grundmandate, der SSW und Stimmen für kleine Parteien, die an der Sperrklausel scheitern würden, fließen nicht ein. Umfragen sind keine Prognose des Wahlergebnisses.

Ob aus einer rechnerischen Mehrheit eine Regierung wird, entscheiden die Parteien. Koalitionsaussagen der Bundesparteien für die Zeit nach der Wahl 2029 sind bisher nicht bekannt. Die folgenden Abschnitte nennen deshalb die rechnerische Lage, bisherige Koalitionen in Bund und Ländern und belegte Aussagen aus den vergangenen Monaten.

Schwarz-Rot: Union und SPD

Laut Umfragen kämen Union und SPD zusammen auf 33,1 % der Stimmen und 239 von 630 Sitzen (keine Mehrheit, es fehlen 77 Sitze); im Bund regierten beide bereits unter Kiesinger (1966–1969) und Merkel (2005–2009, 2013–2021), seit 2025 unter Merz.

Unterzeichnung des Koalitionsvertrags „Verantwortung für Deutschland“ am 5. Mai 2025 in Berlin: Markus Söder (CSU), Friedrich Merz (CDU), Lars Klingbeil und Saskia Esken (SPD). Foto: Martin Rulsch, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0, bearbeitet

Die Regierung von Friedrich Merz ist laut Wikipedia die fünfte Koalition aus Union und SPD auf Bundesebene.4 Bei der Bundestagswahl 2025 erreichten beide Parteien zusammen 44,9 % der Zweitstimmen.5

In den Ländern regieren CDU und SPD in Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen (dort als Minderheitsregierung) sowie geschäftsführend in Berlin; in Brandenburg regiert die SPD seit März 2026 mit der CDU.6 Damit ist Schwarz-Rot derzeit die häufigste Koalitionsform in den Ländern (siehe Landesregierungen).

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 kündigte Merz an, am Reformkurs grundsätzlich festzuhalten und darüber mit der SPD-Spitze zu sprechen. SPD-Chefin Bärbel Bas nannte den Reformkurs notwendig, kritisierte aber die Rhetorik des Koalitionspartners; Ko-Vorsitzender Lars Klingbeil sagte, über Vorschläge für Änderungen am Kurs müsse man reden.7 Nach den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern erklärte Merz am 20. September 2026, Kanzler bleiben und den Reformkurs fortsetzen zu wollen.8 Im ZDF-Politbarometer vom Mai 2026 erwarteten 47 Prozent der Befragten, dass die Koalition bis 2029 hält; 48 Prozent rechneten mit einem vorzeitigen Ende.9 Im September 2026 glaubten 65 Prozent nicht, dass Merz bis zur nächsten regulären Bundestagswahl Kanzler bleibt.10

Schwarz-Grün: Union und Grüne

Laut Umfragen kämen Union und Grüne zusammen auf 35,1 % der Stimmen und 253 von 630 Sitzen (keine Mehrheit, es fehlen 63 Sitze).

Auf Bundesebene gab es noch keine Koalition aus Union und Grünen.11 In den Ländern regiert die CDU mit den Grünen in Nordrhein-Westfalen (Hendrik Wüst) und Schleswig-Holstein (Daniel Günther). In Baden-Württemberg führt seit Mai 2026 Cem Özdemir (Grüne) eine grün-schwarze Koalition.

Laut einer Einordnung von ZDFheute vom Mai 2026 erscheinen Teilen der Union die Grünen umso attraktiver, je schwächer die SPD wird.12 Festlegungen der Parteien zu diesem Bündnis sind bisher nicht bekannt.

Kenia-Koalition: Union, SPD und Grüne

Laut Umfragen kämen Union, SPD und Grüne zusammen auf 48,2 % der Stimmen und 348 von 630 Sitzen (rechnerische Mehrheit).

Der Name spielt auf die Flagge Kenias an (Schwarz, Rot, Grün). Im Bund hat es diese Konstellation noch nicht gegeben, und derzeit regiert sie auch in keinem Land.

Rot-Rot-Grün: SPD, Grüne und Linke

Laut Umfragen kämen SPD, Grüne und Linke zusammen auf 39,3 % der Stimmen und 284 von 630 Sitzen (keine Mehrheit, es fehlen 32 Sitze).

Im Bund hat es noch keine Koalition unter Beteiligung der Linken gegeben. In Bremen regiert Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) mit Grünen und Linken; in Mecklenburg-Vorpommern regierte die SPD seit 2021 mit der Linken – nach der Landtagswahl vom 20. September 2026 hat Rot-Rot dort mit 34 von 71 Sitzen keine Mehrheit mehr.13 Zusammen mit den Grünen kämen SPD und Linke auf 39 Sitze; seit dem 28. September 2026 sondieren die drei Parteien.14 Auch in Berlin strebt die Linke als stärkste Kraft ein Bündnis mit Grünen und SPD an (siehe Landesregierungen).

Eine Koalition der Union mit der Linken schließt die CDU mit ihrem Unvereinbarkeitsbeschluss aus (siehe unten). Im ZDF-Politbarometer vom September 2026 fanden 38 Prozent der Befragten die Abgrenzung der CDU zur Linken richtig, 57 Prozent nicht; unter Anhängern der Union hielten 59 Prozent sie für richtig.10

Union und AfD

Laut Umfragen kämen Union und AfD zusammen auf 48,0 % der Stimmen und 346 von 630 Sitzen (rechnerische Mehrheit).

Die AfD war noch nie an einer Bundesregierung beteiligt und gehört derzeit keiner Landesregierung an. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stufte die Partei im Mai 2025 als „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ ein; wegen eines Eilverfahrens gilt eine Stillhaltezusage.15 Die CDU lehnt eine Zusammenarbeit per Parteitagsbeschluss ab.

Reichstagsgebäude in Berlin bei Nacht. Hier wählt der Bundestag den Bundeskanzler. Foto: Ansgar Koreng, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY 3.0 DE, bearbeitet

Der Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU

Der 31. Parteitag der CDU beschloss am 8. Dezember 2018: „Die CDU Deutschlands lehnt Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit sowohl mit der Linkspartei als auch mit der Alternative für Deutschland ab.“16

Laut ZDFheute hält die CDU im August 2026 weiter an dem Beschluss fest; in der Union werde aber „zunehmend diskutiert“, ob er noch zeitgemäß sei. Der Linken-Politiker Dietmar Bartsch nannte ihn in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ „eine Berliner Fiktion, die großer Unsinn ist“.

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, bei der die AfD 43,8 Prozent und 39 der 83 Sitze erhielt, sagte CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann, die neue CDU-Fraktion in Magdeburg werde nicht mit der AfD zusammenarbeiten.1718 Ende September lehnte die CDU Sachsen-Anhalt auch Gespräche mit SPD, Grünen, Linken und BSW über eine Regierungsbildung ab und erklärte, in die Opposition zu gehen.19

Umfragen zur Abgrenzung von der AfD

Quellen: Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF, Erhebung 22.–24.09.2026 (siehe oben); infratest dimap für die ARD.20

Aussagen anderer Parteien

  • AfD: Co-Vorsitzender Tino Chrupalla sagte nach der Wahl in Sachsen-Anhalt: „Die Brandmauer wurde abgewählt“. Alice Weidel sah im Ergebnis ein Signal für einen Politikwechsel auch im Bund.
  • BSW: Sahra Wagenknecht will parlamentarische Mehrheiten auch mit der AfD nutzen, betonte aber, im AfD-Wahlprogramm gebe es „eine Reihe von Positionen, die wir nicht teilen“.7
  • Thüringen: Die Minderheitsregierung von Mario Voigt (CDU) hat zwei konstruktive Misstrauensvoten der AfD überstanden, am 4. Februar und am 28. August 2026 (siehe Landesregierungen).

Koalitionsrechner

Der Rechner verteilt 630 Sitze nach dem Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren. Voreingestellt ist der Mittelwert der aktuellen Umfragen (täglich aktualisiert); die Prozentwerte lassen sich frei ändern, zum Beispiel auf das Ergebnis der Bundestagswahl 2025.

Koalitionsrechner

Vorgabe: Mittelwert der neuesten Umfragen von 7 Instituten, Stand 19.10.2026 (wahlrecht.de). Werte lassen sich ändern.

Mögliche Koalitionen (✔ Mehrheit · ✘ keine Mehrheit)

Modellrechnung: Parteien unter 5 % erhalten keine Sitze; die übrigen Stimmen werden nach dem Verfahren Sainte-Laguë/Schepers auf 630 Sitze verteilt. Ohne Überhang- und Ausgleichsmandate, ohne Grundmandatsklausel Der SSW ist als Partei einer nationalen Minderheit von der Sperrklausel befreit. Die tatsächliche Sitzverteilung kann abweichen.

Wie eine Koalition zustande kommt

Eine Koalition ist ein Bündnis von Parteien, die gemeinsam eine Regierung bilden, weil keine von ihnen allein über die absolute Mehrheit der Abgeordneten verfügt. In Deutschland gibt es – anders als etwa in Österreich – keinen förmlichen Auftrag zur Regierungsbildung: Die Parteien verhandeln frei miteinander. Üblich sind zuerst Sondierungsgespräche, in denen grobe inhaltliche Linien ausgelotet werden, danach förmliche Koalitionsverhandlungen über Regierungsprogramm und Ministerposten. Das Ergebnis ist meist ein schriftlicher Koalitionsvertrag, der politisch, aber nicht rechtlich bindet. Koalitionsaussagen vor der Wahl – auch der Ausschluss bestimmter Partner – sind ebenfalls rechtlich nicht bindend.21

Den Abschluss bildet die Wahl des Bundeskanzlers durch den Bundestag nach Artikel 63 des Grundgesetzes: Auf Vorschlag des Bundespräsidenten braucht der Kandidat im ersten Wahlgang die Stimmen der Mehrheit aller Abgeordneten (Kanzlermehrheit, derzeit 316 von 630). Die Koalitionen tragen in Deutschland Farbnamen nach den Parteifarben: Schwarz-Rot (Union und SPD, „Große Koalition“), Schwarz-Gelb (Union und FDP), Sozialliberal oder Rot-Gelb (SPD und FDP), Rot-Grün, Schwarz-Grün, Ampel (SPD, Grüne, FDP), Jamaika (Union, FDP, Grüne), Kenia (Union, SPD, Grüne) und Rot-Rot-Grün.21

Markus Söder, Friedrich Merz und Lars Klingbeil bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags am 5. Mai 2025. Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0, bearbeitet

Beispiel 2025: Nach der Bundestagswahl vom 23. Februar 2025 schlossen CDU, CSU und SPD am 8. März die Sondierungen ab, stellten am 9. April den Koalitionsvertrag „Verantwortung für Deutschland“ vor und unterzeichneten ihn am 5. Mai, nachdem ein kleiner CDU-Parteitag, der CSU-Vorstand und ein SPD-Mitgliedervotum zugestimmt hatten.4 Am 6. Mai verfehlte Friedrich Merz im ersten Wahlgang mit 310 Stimmen die nötigen 316 – das war bei den 20 vorangegangenen Kanzlerwahlen nie vorgekommen. Nach einem einstimmig gebilligten Antrag, von der Geschäftsordnung abzuweichen, wurde er noch am selben Tag im zweiten Wahlgang mit 325 Stimmen gewählt.2

Dauer der Regierungsbildung seit 1949

Von der Bundestagswahl bis zur Wahl des Bundeskanzlers vergingen seit 1949 im Schnitt rund sieben Wochen. Am schnellsten ging es 1969 und 1983 (je 23 Tage), am längsten dauerte es nach der Wahl 2017 (171 Tage). Die drei letzten Regierungsbildungen (2017, 2021, 2025) gehörten alle zu den fünf längsten.

Wahltage laut den Wikipedia-Artikeln zu den einzelnen Bundestagswahlen; Termine der Kanzlerwahlen laut Wikipedia „Bundeskanzler (Deutschland)“, eigene Berechnung der Tage.22 Nicht enthalten sind Kanzlerwechsel ohne Bundestagswahl: Erhard (1963), Kiesinger (1966), Schmidt (1974) und Kohl (1982, konstruktives Misstrauensvotum).

Bundesregierungen seit 1949

Zehn Bundeskanzler haben seit 1949 26 Kabinette geführt. Am längsten amtierten Helmut Kohl (16 Jahre und 26 Tage) und Angela Merkel (16 Jahre und 16 Tage), am kürzesten Kurt Georg Kiesinger (2 Jahre und 325 Tage).22 Die häufigste Koalitionsform im Bund ist Schwarz-Gelb: Zehn Kabinette bestanden aus Union und FDP, dazu zwei weitere mit FDP und Deutscher Partei (DP). Je fünf Kabinette bildeten Union und SPD sowie SPD und FDP.

Zeiträume nach der Amtszeit der Kabinette. „Adenauer V“ ist eine gebräuchliche Bezeichnung für das 1962 umgebildete Kabinett Adenauer IV. Die Diagramme zählen die Zusammensetzung bei Amtsantritt; das Ausscheiden der FDP 1956, 1966, 1982 und 2024 während einer Amtszeit ist nicht gesondert berücksichtigt. Quelle: Wikipedia.11

Landesregierungen

Der Bundesrat in Berlin, Leipziger Straße: Hier wirken die 16 Landesregierungen an der Gesetzgebung des Bundes mit. Foto: Jörg Zägel, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, bearbeitet

Stand: 1. Oktober 2026. In drei Ländern laufen Regierungsbildungen. In Sachsen-Anhalt amtiert nach der Wahl vom 6. September die bisherige Regierung aus CDU, SPD und FDP unter Sven Schulze (CDU) geschäftsführend; der neue Landtag tritt am 6. Oktober zusammen.23 Die CDU lehnte eine Einladung der SPD zu Gesprächen ab und will in die Opposition gehen; SPD, Grüne, Linke und BSW vereinbarten nach einem ersten Treffen am 29. September, ihre Gespräche – unter anderem über einen überparteilichen Ministerpräsidenten – nach der konstituierenden Sitzung fortzusetzen.19 AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund kündigte an, sich in der Dezember-Sitzung des Landtags zur Wahl des Ministerpräsidenten zu stellen; das BSW will sich bei dieser Wahl enthalten. Im dritten Wahlgang genügt die Mehrheit der abgegebenen Stimmen.24 In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern haben die bisherigen Koalitionen aus CDU und SPD (Berlin) und aus SPD und Linke (Mecklenburg-Vorpommern) bei den Wahlen vom 20. September 2026 ihre Mehrheiten verloren und amtieren geschäftsführend.2513 In Mecklenburg-Vorpommern sondiert die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig seit dem 28. September mit Linken und Grünen.14 In Berlin beschloss ein Parteitag der Linken am 25. September, Grüne und SPD zu Sondierungen einzuladen; beide erklärten sich zu Gesprächen bereit.26 Die folgenden Zahlen beschreiben die amtierenden Regierungen. In fünf Ländern regieren CDU und SPD gemeinsam, in drei Ländern CDU und Grüne, in zwei SPD und Grüne. Die SPD ist an zwölf Landesregierungen beteiligt, CDU und CSU an elf, die Grünen an sechs, die Linke an zwei; AfD und BSW gehören keiner Landesregierung an. Acht Regierungschefs stellt die CDU, sechs die SPD, je einen CSU und Grüne.6

In Thüringen traten Anfang September 2026 13 der 15 Mitglieder der BSW-Landtagsfraktion aus dem BSW aus; neun von ihnen gründeten mit weiteren früheren BSW-Mitgliedern die Partei „Thüringen.Gerecht“, zehn bilden eine neue Fraktion. Die Regierung Voigt regiert seitdem mit dieser Fraktion und der SPD weiter, verfügt aber nur noch über 39 der 88 Sitze; über einen Antrag der AfD auf Auflösung des Landtags soll am 7. Oktober 2026 abgestimmt werden.27 In Brandenburg hatte Woidke im Januar 2026 die Koalition mit dem BSW beendet. Das Saarland ist das einzige Land mit einer Alleinregierung; die SPD hat dort seit der Landtagswahl 2022 die absolute Mehrheit der Sitze.28

Weiterführende Artikel

  • ZDF-Presseportal, ZDF-Politbarometer September 2026, 25.09.2026
  • ZDFheute, Berlin: Linke lädt Grüne und SPD zu Sondierungen ein, 25.09.2026
  • ZDFheute, Bartsch bei „Lanz“: „Unvereinbarkeitsbeschluss ist großer Unsinn“, 20.08.2026
  • ZDFheute, Sachsen-Anhalt: Schwierige Regierungsbildung nach AfD-Erfolg, 07.09.2026
  • ZDFheute, AfD lotet in Sachsen-Anhalt Optionen aus – und das BSW reagiert, 07.09.2026
  • Tagesspiegel, Die Reaktionen zur Wahl in Sachsen-Anhalt, 06.09.2026
  • tagesschau.de, Nach dem Bruch des BSW: Wie stabil ist Thüringens Regierung noch?, 09.09.2026
  • infratest dimap, ARD-DeutschlandTrend September extra: Deutschland nach der Wahl in Sachsen-Anhalt, 07.09.2026
  • ZDFheute, Faschismus-Vergleich: Streit zwischen Pantisano und CDU eskaliert, 23.06.2026
  • tagesschau.de, So soll das neue Kabinett aussehen, 27.07.2026
  • Deutscher Bundestag, Friedrich Merz mit 325 Stimmen zum Bundeskanzler gewählt, 06.05.2025

Einzelnachweise

  • Die Bundeswahlleiterin, Bundestagswahl 1957: Ergebnisse (Sitze: CDU 222, CSU 55, SPD 181, FDP 44, Sonstige 17) und Ergebnisse früherer Bundestagswahlen (PDF, Tabelle „CDU und CSU in %“), abgerufen am 18.09.2026. ↩

  • Deutscher Bundestag, Friedrich Merz mit 325 Stimmen zum Bundeskanzler gewählt, 06.05.2025 (Union 208, SPD 120 Sitze). ↩ ↩2

  • wahlrecht.de, Sonntagsfrage Bundestagswahl, Stand 19.10.2026. Sitzberechnung: eigene Projektion. ↩

  • Wikipedia, Kabinett Merz, abgerufen am 14.09.2026. ↩ ↩2

  • Die Bundeswahlleiterin, Bundestagswahl 2025: Endgültiges Ergebnis. ↩

  • Wikipedia, Landesregierung (Deutschland), Abschnitt „Aktuelle Landesregierungen“, sowie die Artikel zu den Kabinetten Özdemir, Schnieder, Woidke V, Schulze und Voigt, abgerufen am 14.09.2026. ↩ ↩2

  • ZDFheute, Wie die Bundespolitik auf die Sachsen-Anhalt-Wahl reagiert, 07.09.2026. ↩ ↩2

  • Tagesspiegel, Erklärung nach „Desaster“ in Mecklenburg-Vorpommern: Merz will Kanzler bleiben und Reformkurs fortsetzen, 20.09.2026. ↩

  • ZDFheute, ZDF-Politbarometer: Hohe Unzufriedenheit mit Bundesregierung und Bundeskanzler, 08.05.2026. ↩

  • ZDF-Presseportal, ZDF-Politbarometer September 2026, 25.09.2026 (Forschungsgruppe Wahlen, Erhebung 22.–24.09.2026, 1.346 Befragte). ↩ ↩2

  • Wikipedia, Liste der deutschen Bundesregierungen, abgerufen am 14.09.2026. ↩ ↩2

  • ZDFheute, „Kanzlerwechsel“: Was an den Gerüchten dran ist, 28.05.2026. ↩

  • Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern – Endgültiges Ergebnis (PDF), 30.09.2026: AfD 32, SPD 29, Linke 5, Grüne 5 von 71 Sitzen. ↩ ↩2

  • Nordkurier, Sondierung in MV gestartet, 29.09.2026. ↩ ↩2

  • Wikipedia, Tino Chrupalla, abgerufen am 14.09.2026 (nach Zeit Online, 08.05.2025). ↩

  • ZDFheute, Bartsch bei „Lanz“: „Unvereinbarkeitsbeschluss ist großer Unsinn“, 20.08.2026. ↩

  • ZDFheute, Sachsen-Anhalt: Schwierige Regierungsbildung nach AfD-Erfolg, 07.09.2026 (vorläufiges Ergebnis). ↩

  • Tagesspiegel, Die Reaktionen zur Wahl in Sachsen-Anhalt, 06.09.2026. ↩

  • dpa, abgedruckt in: ARIVA.DE, Sachsen-Anhalt: SPD, Grüne, Linke und BSW wollen Gespräche fortsetzen, 29.09.2026. ↩ ↩2

  • infratest dimap, ARD-DeutschlandTrend August 2026. ↩

  • Wikipedia, Koalition (Politik), abgerufen am 14.09.2026. ↩ ↩2

  • Wikipedia, Bundeskanzler (Deutschland), Abschnitt „Bisherige Bundeskanzler“, sowie die Artikel zu den Bundestagswahlen 1949 bis 2025, abgerufen am 14.09.2026. ↩ ↩2

  • dpa, abgedruckt in: WEB.DE, Neuer Landtag kommt am 6. Oktober erstmals zusammen, 16.09.2026. ↩

  • ZDFheute, Siegmund will Ministerpräsident werden, 29.09.2026. ↩

  • wahlrecht.de, Abgeordnetenhauswahl in Berlin am 20. September 2026 – vorläufiges Ergebnis, nach Angaben des Landeswahlleiters Berlin, abgerufen am 21.09.2026. ↩

  • ZDFheute, Berlin: Linke lädt Grüne und SPD zu Sondierungen ein, 25.09.2026. ↩

  • tagesschau.de, Nach dem Bruch des BSW: Wie stabil ist Thüringens Regierung noch?, 09.09.2026. ↩

  • Landeswahlleiterin Saarland, Landtagswahl 2022: Amtliches Endergebnis (SPD 29 von 51 Sitzen), abgerufen am 18.09.2026. ↩