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US-Wahl: Demokraten holen den Kongress – was das für zehn DAX-Aktien heißt

World desk bei Times News (2026-11-04): Börse am Nachmittag Kursrallye an den Börsen - Anleger schichten um Kursgewinne nach den Midterm-Wahlen: Der Erdrutschsieg der Demokratischen Partei bei den… Primärquelle: Original bei Investing.com DE Top Stories (de.investing.com).

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Börse am Nachmittag Kursrallye an den Börsen - Anleger schichten um

Kursgewinne nach den Midterm-Wahlen: Der Erdrutschsieg der Demokratischen Partei bei den Midterms in den USA hat an den Börsen zunächst für Unsicherheit gesorgt, im Tagesverlauf aber die Kauflaune gesteigert. Der Dax legte zuletzt um mehr als 2 Prozent zu und näherte sich wieder seinem Rekordhoch. Zugewinne bei Bankenwerten wie der Deutschen Bank und der Commerzbank trieben den Index. Während der US-Dollar schwächelte, legten der Goldpreis und die US-Börsen im frühen Handel kräftig zu.

Präsident ⁠Donald ⁠Trump (80) hat eine krachende Niederlage eingefahren, denn die oppositionellen Demokraten erobern die Mehrheiten in ‌beiden Kongresskammern. Erfahren Sie die wichtigsten Entwicklungen zu den Zwischenwahlen in den USA in unserem Newsblog.

Beobachter erwarten nun ein sogenanntes „Gridlock“, also politischen Stillstand, weil sich der US-Kongress und die „lame Duck“ Trump gegenseitig blockieren. Trump könnte nach seiner deutlichen Niederlage außerdem noch erratischer regieren als ohnehin schon.

Ausdruck für die steigende Unsicherheit ist der steigende Goldpreis. Eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold verteuerte sich um rund 2,5 ‌Prozent auf 4031 Dollar. Auftrieb gaben dem Edelmetall ein schwächerer Dollar und ein deutlicher Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen, sagte Chris Weston, Analysechef bei Pepperstone. Ein weiterer Grund sei der Wunsch der Anleger nach Absicherung angesichts möglicher Konflikte zwischen dem Weißen Haus und dem Kongress.

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Banken und Erneuerbare Energien gefragt

Bankenwerte und Aktien aus dem Bereich Erneuerbare Energien legten am Mittwoch kräftig zu. Die Papiere der Deutschen Bank kletterten auf das höchste Niveau seit fünf Wochen, auch die Aktien der Commerzbank legten um rund 5 Prozent zu. Im Nebenwertebereich ragten Nordex und SMA Solar mit Kursgewinnen von 6 Prozent heraus. Bankaktien profitieren laut Börsianern von Umschichtungen aus dem Tech-Bereich und den USA in hiesige Substanzwerte. Zudem seien die EZB-Zinserwartungen zuletzt wieder gestiegen.

Zementkonzern Heidelberg mit Kursrallye

Ein starker Quartalsbericht begeistert Anleger von Heidelberg Materials. Die Titel des Zementkonzerns setzten sich mit einem Anstieg um 8,5 Prozent auf 169,80 Euro an die Spitze des Dax. Die Papiere der Heidelberger knüpften mit dem deutlichen Plus an ihren guten Lauf im Oktober an, denn sie erreichten am Mittwoch das höchste Niveau seit Ende August.

BMW kappt erneut Prognose

Im Fokus stehen ​zudem die ‌Geschäftszahlen von BMW, Vonovia, Continental, Fresenius und Heidelberg Materials. Aufräumarbeiten in Portfolio und Management verhageln dem Münchner Autobauer BMW die Jahresbilanz. Das Unternehmen kappte ‌zum zweiten Mal in diesem Jahr die Prognose und rechnet nun nur noch mit einer Rendite von plus/minus 0,5 Prozent. Die Aktie gab deutlich nach.

Fresenius schraubt Jahresziele hoch

Gute Geschäfte seiner Krankenhaustochter Helios und der Medikamentensparte Kabi stimmen dagegen den ​Gesundheitskonzern Fresenius für das Gesamtjahr zuversichtlicher. Das währungsbereinigte Wachstum des Kerngewinns je Aktie werde nun in der oberen Hälfte der ‌Spanne von zehn bis 15 Prozent erwartet, teilte der Dax-Konzern am Mittwoch mit und stockte damit erneut seine Ziele auf.

Continental erhöht Jahresprognose

Kräftige Kursgewinne auch bei Continental: Der Reifenhersteller hat nach einem guten dritten Quartal die Jahresprognose für die Profitabilität erhöht. So peilt Conti-Chef Christian Kötz nun eine um Sondereffekte bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern von 13,4 bis 14,0 Prozent an, wie der Dax-Konzern am Mittwoch mitteilte. Bisher hatten die Hannoveraner 12,0 bis 13,5 Prozent auf dem Zettel.

Asiens Börsen mit Verlusten

Kursverluste bei Aktien aus dem Bereich künstliche Intelligenz (KI) haben den japanischen Nikkei-Index deutlich ins Minus. Er fiel um 2,7 Prozent, während der breiter gefasste Topix um 1,6 Prozent nachgab. Die KI-Werte litten unter Sorgen, dass Zugewinne der Demokraten zu strengeren Regeln für Rechenzentrumsprojekte und gebremsten Ausgaben für die Infrastruktur führen könnten.

US-Börsen: Kräftige Gewinne im Dow Jones

Der überraschend deutliche Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen hat am Mittwoch zu steigenden Kursen geführt. Der Dow Jones legte im frühen Handel um rund 2 Prozent zu. Der Index der US-Standardwerte profitiert ebenso wie der deutsche Leitindex Dax davon, dass viele Anleger Geld umschichten. Raus aus Tech und KI-Werten, rein in defensive Branchen wie Healthcare, Pharma, Infrastruktur oder Konsumgüter, lautet derzeit die Devise.

Nasdaq: Aktien für Erneuerbare Energien und Healthcare haussieren

Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann zuletzt 1,8 Prozent auf 25.819 Punkte. Dies lag vor allem an der Kursrallye von Unternehmen aus dem Bereich erneuerbarer Energien: Anleger setzen darauf, dass ‌die Demokraten die Förderung von Ökostrom-Projekten wieder einführen bzw. ausweiten werden. Die Papiere ​des Solarunternehmens First ‌Solar legten um 13,8 Prozent zu, die des Brennstoffzellen-Herstellers Plug Power stiegen um rund 11 Prozent.

Auch Aktien aus dem Gesundheitssektor erhielten Rückenwind. Die Demokraten haben sich für eine allgemeine Gesundheitsversorgung eingesetzt, was höhere staatliche Ausgaben ‌für diesen Sektor bedeuten könnte.

Rüstungsaktien und Papiere von Gefängnisbetreibern zählten hingegen zu den Verlierern. Aktien von Trump Media rutschten ebenfalls ab und fielen um ‌11,5 Prozent. Auch bei den Betreibern ​von Rechenzentren rechneten die Anleger ‌mit Gegenwind. Titel von Applied Digital und CoreWeave ⁠gaben um 4,1 Prozent beziehungsweise 5,3 ​Prozent nach.

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Bitcoin unter Druck

Die Kryptowährung Bitcoin verzeichnete nach Trumps deutlicher Wahlniederlage starke Verluste. Die gesamte Branche hatte von Trumps Deregulierung stark profitiert und muss nun eine Gegenbewegung fürchten.

Dollar schwächer

Am Anleihemarkt stiegen die Kurse, während die Renditen im Gegenzug nachgaben. „Anleihen sind die klaren Gewinner, da die Märkte die KI-Wette auf den Prüfstand ‌stellen und davon ausgehen, dass weitere Steuersenkungen ​auf Eis gelegt und die Staatsausgaben ‌gedrosselt werden“, erklärte Newnaha. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen fiel ‌um sechs Basispunkte ​auf 4,906 Prozent. Am Devisenmarkt verlor der Dollar gegenüber den wichtigsten Währungen.

Ölpreise steigen weiter

Die Verunsicherung der Anleger über die ‌künftige Politik Washingtons im Iran-Krieg nach den US-Zwischenwahlen stützt die Preise am Ölmarkt. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuerten sich um jeweils knapp ein halbes Prozent auf 103,85 ​und 96,19 Dollar je Fass (159 Liter).

An den Märkten herrscht Unsicherheit über den weiteren Kurs der US-Regierung unter Präsident Donald Trump im Krieg ‌mit dem Iran. „Die widersprüchlichen Signale von Präsident Trump – mal Militärschläge, mal Äußerungen zur Deeskalation – haben es ‌für Händler schwierig gemacht, eine ​klare Richtung ‌zu erkennen“, sagte Priyanka Sachdeva, Chefanalystin bei ‌Phillip ​Nova. Einige Gewinnmitnahmen seien gerechtfertigt. „Die zugrunde liegenden Risiken einer Lieferunterbrechung an der Straße ​von Hormus ⁠sind jedoch nicht verschwunden.“

Der oberste Führer von Iran, Modschtaba Chamenei, habe grünes Licht für Verhandlungen gegeben, die den seit Monaten andauernden Krieg mit den USA beenden könnten, wie aus einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA hervorgeht. Der Krieg hat die Rohöllieferungen aus dem Nahen Osten belastet und die Preise nach oben getrieben.