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Hoher Preis für geschenktes Audi-Werk, Ex-Unzer-Gründer Hüllemann vor dem Prozess, Dino-Skelette statt ETF

Times-News-Weltredaktion (2026-10-28): Der Tag im Überblick Audis Trump-Drama – was hinter den Kulissen ablief Der halbe Konzernvorstand wusste nichts über den Wahlkampfauftritt von Audi-Chef… Primärquelle: Original bei Manager Magazin (manager-magazin.de).

· Manager Magazin

Hoher Preis für geschenktes Audi-Werk, Ex-Unzer-Gründer Hüllemann vor dem Prozess, Dino-Skelette statt ETF

Der Tag im Überblick Audis Trump-Drama – was hinter den Kulissen ablief

Der halbe Konzernvorstand wusste nichts über den Wahlkampfauftritt von Audi-Chef Gernot Döllner (57) bei US-Präsident Donald Trump (80). Die Aufsichtsratsspitze wurde erst spät informiert. Die Arbeitnehmer sind empört und verlangen jetzt Sondersitzungen der Aufsichtsräte, auch von einer Einschaltung der Hauptversammlung ist die Rede. Meine Kollegen Michael Freitag und Christoph Seyerlein schildern in ihrer Inside-Recherche exklusiv die geheime Genese des Audi-Werks in den USA : Bei VW wächst der Ärger über Döllner – doch der bekommt sein US-Werk geschenkt. Was hinter den Kulissen ablief, lesen Sie hier .

Teure Wahlgeschenke: US-Präsident Donald Trump (l.) und Audi-Chef Gernot Döllner

Foto: Edgar Su / REUTERS

Die Wirtschaftsnews des Tages:

  • Bei der Operation Chargeback geht es um einen der größten Betrugsfälle der deutschen Wirtschaft. Millionen Kreditkarten wurden offenbar über Scheinfirmen mit fingierten Abos belastet. Im Zentrum der Vorwürfe steht Mirko Hüllemann (56), der mit seinem Zahlungsdienst Unzer (ehemals Heidelpay) hoch hinaus wollte. Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz wirft ihm vor, eine Schlüsselrolle in dem internationalen Betrugsnetzwerk gespielt zu haben. Hüllemann weist die Vorwürfe zurück. Meine Kollegin Katharina Slodczyk hat die 2400 Seiten dicke Anklageschrift exklusiv ausgewertet und präsentiert kurz vor Prozessbeginn spannende Details.

  • Die Deutsche Bank hat im dritten Quartal 2,6 Milliarden Euro vor Steuern verdient und damit den dritten Rekordgewinn in Folge präsentiert. Die Aktie stieg deutlich. Kundenfilialen der Deutschen Bank mit Geldautomat und Kontoauszugsdrucker sind in deutschen Städten inzwischen zwar fast so selten anzutreffen wie ein Dinosaurierskelett, doch Aktionäre sind vom Kurs des CEO Christian Sewing (56) angetan.

  • Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat seine Gewinnprognose angehoben. Für 2026 peilt CEO Markus Kamieth (55) ein Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen von 7,4 bis 7,8 Milliarden Euro an. Mit Blick auf die geplante Übernahme des Essener Konkurrenten Evonik sagte Kamieth, Zukäufe seien für die BASF „ein Kann, kein Muss“.

Der Absteiger des Tages:

  • Als Chef des Traditionskonzerns Haniel scheiterte Thomas Schmidt (54) auch an seinen Führungsqualitäten. Jetzt führt er das Nachhaltigkeits-Start-up Greenzero – und wiederholt im Kleinen, was schon im Großen schieflief. Schmidt vergrätze sein Personal, regiere ruppig und sprunghaft, kritisieren Mitarbeiter. Sein Motto: Nur unter Druck entstehen Diamanten. Doch bei Greenzero entwickelte der Chef zuletzt wenig Strahlkraft. Seinen rund 40 verbliebenen Mitarbeitern begegnete er meist mit dem Baukasten eines Konzern-CEO, wie meine Kollegin Margret Hucko berichtet. Schmidt betont dagegen, er habe den Turnaround geschafft: Wie der Ex-Haniel-Chef sein neues Team vergrätzt.

„Nur unter Druck entstehen Diamanten“: Greenzero-Chef Thomas Schmidt

Foto: André Hirtz / FUNKE Foto Services

Was Ihnen im Unternehmen weiterhilft:

  • Angenommen, ein deutscher Luxusautohersteller möchte in den USA neue Kunden gewinnen. Wäre ein High-End-Autoabo zum Preis von 4000 Dollar pro Monat die Lösung dafür? Oder schadet es eher der exklusiven Marke? Die neue fiktive Fallstudie unserer Kollegen vom Harvard Business manager diskutiert Lösungsansätze und bietet nicht nur künftigen Managern wertvolles Hintergrundwissen.

Meine Empfehlung für den Abend:

Teure Knochen: Museumsdirektor Johannes Vogel mit der wertvollen Leihgabe T-Rex Tristan Otto im Naturkundemuseum Berlin

Foto:
  • Knapp 50 Millionen Dollar hat das Skelett von Nanotyrannus „Jodi“ in dieser Woche bei einer Versteigerung bei Sotheby’s erzielt. Den Rekord hält bislang T-Rex „Gus“, der im Juli bei einer Auktion für 50,1 Millionen Dollar den Besitzer wechselte. Nicht schlecht für 67 Millionen Jahre alte Knochen. Für Superreiche sind Dino-Skelette zum neuen Trophy-Asset geworden, wie meine Kollegin Maren Jensen berichtet. Die Fossilien konkurrieren preislich bereits mit Werken von Pablo Picasso oder Gerhard Richter (94). Neben Hollywoodschauspielern wie Leo DiCaprio (51) oder Nicolas Cage (62) stürzen sich auch Investoren wie Christian Angermayer (48) oder Ken Griffin (57) in den Markt. Die Käufer haben nicht nur ein Faible für die Kreidezeit, sie setzen auch auf steigende Preise. Doch was für Milliardäre eine Geldanlage mit Dino-Kick ist, wird für Forschung und Wissenschaft zunehmend zur Gefahr .

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend!

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