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Dow, S&P 500, Nasdaq: Dow Jones schließt 0,5 Prozent höher

· Handelsblatt

Dow, S&P 500, Nasdaq: Dow Jones schließt 0,5 Prozent höher

Dax bläst Attacke auf 26.000-Punkte-Marke noch ab

Nach starken Konjunkturdaten hat der Dax zu Wochenbeginn seinen Rekordlauf zunächst fortgesetzt. Anhaltende Sorgen über die weitere Entwicklung im Technologiesektor, die Geopolitik und die Zinsen wichtiger Notenbanken hielten den deutschen Leitindex aber zurück. So blieb es beim neuen Rekord von 25.900,10 Punkten. Den Handel verließ der Dax 0,2 Prozent fester mit 25.822 Zählern. Der EuroStoxx50 notierte 0,4 Prozent tiefer bei 6386 Stellen.

Das Reformpaket der Bundesregierung und nachlassende Zinsängste hatten den Dax am Donnerstag und Freitag erstmals seit sechs Monaten auf Rekordhochs steigen lassen. Für weiteren Rückenwind sorgten heute starke Konjunkturdaten: Die angeschlagene deutsche Industrie erhielt im Mai trotz anhaltender Belastungen durch den Iran-Krieg mehr Aufträge. Zudem blicken Börsenprofis auch dank der angepeilten Reformen in Deutschland optimistischer auf die Konjunktur in der Eurozone.

Bei den Einzelwerten schossen TKMS um 11,1 Prozent hoch. Einem Zeitungsbericht zufolge bekam die Thyssenkrupp-Marinetochter den Zuschlag für den Bau von zwölf U-Booten für die kanadische Marine. Kräftig nach oben ging es auch für Schott Pharma mit einem Aufschlag von 7,2 Prozent. Die Experten der Deutschen Bank hatten die Titel auf "Buy" nach zuvor "Hold" hochgestuft.

Aus den Depots flogen im Dax hingegen Continental, die um 2,2 Prozent nachgaben. Der Reifenhersteller hat die Tochtergesellschaft ContiTech in einem Milliardengeschäft an den Finanzinvestor Lonestar verkauft.

Das volatile Geschäft von Airlines und Hotelketten

Wenn die Reiselust steigt, wird auch Geld ausgegeben. Aber gerade der Tourismus ist stark von saisonalen Trends und Nachfrageschwankungen abhängig. Der Stoxx Europe 600 Travel & Leisure-Index fasst die wichtigsten Unternehmen aus Airlines, Hotels, Reiseveranstaltern und Freizeit zusammen und zeigt die Entwicklung des gesamten Sektors. Welche Werte dabei im Mittelpunkt stehen und wie Anleger darauf setzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Volker Meinel von BNP Paribas.

Abbau Tausender Stellen bei Xbox

Microsoft wird im Zuge der Umstrukturierung seiner angeschlagenen Videospielsparte Xbox rund 3200 Stellen streichen. Wie Xbox-Chefin Asha Sharma in einem Memo an die Mitarbeiter mitteilte, wird das Unternehmen in dieser Woche 1600 Mitarbeiter entlassen und weitere 1600 im Laufe des restlichen Geschäftsjahres, das in diesem Monat begonnen hat. Dieser Abbau entspricht etwa einem Fünftel der gesamten Belegschaft der Sparte.

Darüber hinaus verkauft oder gliedert Microsoft vier Spielentwicklungsstudios aus und prüft strategische Optionen für ein fünftes. Durch diese Maßnahmen werden mehr als 350 weitere Mitarbeiter von der Gehaltsliste gestrichen. "Unser Geschäft ist heute nicht gesund", schrieb Sharma in ihrem Memo. "Wir müssen Xbox neu aufstellen."

Temu, Shein und Co. steigern Marktanteil auf Rekordwert

Asiatische Shoppingplattformen gewinnen in Deutschland weiter an Bedeutung. Auf Anbieter wie Temu, Shein und AliExpress entfielen im zweiten Quartal hierzulande 5,3 Prozent der Onlinehandelsumsätze - ein Rekordwert. Das berichtet der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (Bevh). Gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigerten die Portale ihre Umsätze demnach um mehr als 20 Prozent. Der Gesamtmarkt wuchs hingegen lediglich um 5,1 Prozent. Besonders stark sind die Anbieter laut Verband im Online-Modehandel. In diesem Bereich entfielen inzwischen mehr als 16 Prozent aller Bestellungen auf Temu und Co.

Günstige Waren, die außerhalb der EU bestellt werden, könnten künftig etwas teurer werden. Die Zollregeln wurden zum 1. Juli geändert. Bislang galt eine Ausnahme für günstige Lieferungen, die nun entfällt. Auch für Bestellungen im Wert von unter 150 Euro ist eine Zollabgabe fällig. Pro Warengruppe werden pauschal drei Euro berechnet.

Positiver Wochenstart an der Wall Street

Nach dem langen Wochenende rund um den US-Unabhängigkeitstag ist die Wall Street zu Wochenbeginn mit einem Plus in den Handel gestartet. Der Dow-Jones-Index verbessert sich kurz nach der Eröffnung 0,2 Prozent auf 53.016 Punkte und markiert bei 53.042 Punkten ein neues Rekordhoch. Für den S&P-500 geht es um 0,5 Prozent nach oben und die Nasdaq-Indizes gewinnen bis zu 0,8 Prozent. Letztere erholen sich damit von den kräftigen Gewinnmitnahmen am Donnerstag.

Das Ausbleiben neuer Störfeuer in Form von schlechten Nachrichten aus dem Nahen Osten kommt der Stimmung ebenso zugute wie die nach dem unerwartet schwachen US-Arbeitsmarktbericht vom Donnerstag nun zumindest etwas gedämpfte Erwartung einer US-Zinserhöhung im späteren Jahresverlauf. Am Anleihemarkt zeigen sich die Renditen mit leichten Abgaben. Der Dollar legt jedoch moderat zu und tendiert gut behauptet.

"Explosive Situation" wird verschleiert: Russland droht Bankenkrise

Ein europäischer Geheimdienstbericht warnt vor einer drohenden Bankenkrise in Russland. "Die Lage erweckt den Anschein einer dynamischen Wirtschaft", heißt es in dem Reuters vorliegenden zweiseitigen Bericht, der europäische Regierungsvertreter über den Zustand der russischen Banken informieren soll. Verschleiert werde aber in Wirklichkeit eine "explosive Situation", die etwa durch einen wirtschaftlichen Schock wie ein umfassendes Sanktionspaket gegen die Banken ausgelöst werden könnte. Die Warnung kommt zu einer Zeit, in der die Europäische Union ein 21. Sanktionspaket vorbereitet. Dieses soll sich einem Insider zufolge auch gegen Banken und Kryptowährungs-Netzwerke richten und noch im Juli fertiggestellt werden.

Easyjet-Verkauf verstärkt Sorgen im Londoner Finanzzentrum

Der bevorstehende Verkauf von Easyjet an die US-Investmentgruppe Castlelake verstärke die Sorgen über Londons "schrumpfende Rolle als Heimat für börsennotierte Unternehmen", schreibt Susannah Streeter von Wealth Club. Die Fluggesellschaft habe grundsätzlich ein Angebot über sieben Milliarden US-Dollar angenommen, das das Unternehmen von der Börse nehmen würde, und folgt damit einer Reihe von Dekotierungen britischer Unternehmen infolge von Übernahmen.

Internationale Investoren wetteten darauf, dass in London notierte Aktien mit einem Abschlag gehandelt würden, was die Bewertungslücke zwischen britischen Aktien und ihren internationalen Pendants unterstreiche, schreibt Streeter. "Der Verlust eines weiteren etablierten börsennotierten Unternehmens wäre ein weiterer Schlag für die Tiefe und Vielfalt des britischen Aktienmarktes", fügt sie hinzu. Die Aktien von Easyjet steigen im europäischen Nachmittagshandel um 9,6 Prozent.

Bericht: TKMS erhält Mega-U-Boot-Auftrag

Die Thyssenkrupp-Rüstungstochter TKMS hat einem Zeitungsbericht zufolge von Kanada den Zuschlag für den milliardenschweren Bau von zwölf U-Booten erhalten. TKMS habe sich in dem Bieterverfahren durchgesetzt, berichtete die Zeitung "The Globe and Mail". Die TKMS-Aktie legte zeitweise elf Prozent zu. TKMS lehnte eine Stellungnahme ab.

Der Konzern treibt seit Monaten seine Bemühungen um den milliardenschweren U-Boot-Auftrag aus Kanada voran. Unterstützt wird das Unternehmen von der Bundesregierung und dem Partner Norwegen. TKMS ist eines von zwei Unternehmen, die von Kanada für die Lieferung von bis zu zwölf modernen U-Booten in die engere Wahl gezogen wurden. Der Konkurrent ist Hanwha Ocean aus Südkorea. Der U-Boot-Auftrag allein wird Branchenkennern zufolge auf mehr als zehn Milliarden Euro geschätzt.

Schott-Pharma-Aktie schnellt hoch

Steil nach oben ist es mit der Aktie des Pharmaverpackungs-Hersteller Schott Pharma gegangen. Das Papier legte um 6,4 Prozent zu und war damit im SDax ganz vorne. Die Experten der Deutschen Bank hatten den Titel auf "Buy" nach zuvor "Hold" hochgestuft.

Insider: Airbus will bei Auslieferungen stärker ranklotzen

Airbus peilt nach einem starken Juni Branchenkreisen zufolge nun intern für das laufende Jahr 900 Auslieferungen von Verkehrsmaschinen an. Im abgelaufenen Monat hat der französisch-deutsche Konzern 89 Flugzeuge an die Kunden übergeben, wie die Insider gegenüber Reuters sagten. Offiziell bleibe es aber bei dem Ziel von 870 Auslieferungen - schon das wären zehn Prozent mehr als 2025.

Airbus hole bei den Auslieferungen nach China auf, zudem lösten sich teilweise die Probleme mit der Zulieferung von Triebwerken, für die Vorstandschef Guillaume Faury die Hersteller - allen voran den MTU-Partner RTX - scharf kritisiert hatte. Airbus wollte sich zu den Informationen nicht äußern.

TKMS-Aktie gewinnt kräftig

Die Aktie der Thyssenkrupp-Marinetochter TKMS hat kräftig zugelegt, das Papier stieg um 6,1 Prozent. Kanada will einem Zeitungsbericht zufolge den bevorzugten Bieter für den Bau von zwölf U-Booten für die heimische Marine bekanntgeben.

Zinserhöhungen doch wieder vom Tisch?

Die Aktienmärkte sind immer wieder für eine Überraschung gut. Mitte der Woche sah es noch so aus, als würden die Märkte eher auf der Stelle treten, weil sich die Verhandlungen zwischen den USA und Iran in die Länge ziehen. Dann aber fachten neue Arbeitsmarktdaten aus den USA die Hoffnung an, dass die schon eingepreisten Zinserhöhungen vielleicht doch nicht notwendig sein könnten. In genau diesem Spannungsfeld bewegen sich derzeit nicht nur die Aktienmärkte. Auch für die Edelmetalle Gold und Silber ist die Zinsfrage entscheidend. Wie Anleger sich in diesem Umfeld bewegen können, darüber diskutiert Friedhelm Tilgen mit Matthias Hüppe von der HSBC und Robert Rethfeld vom Börsenfinanzinformationsdienst Wellenreiter Invest.

Neues vom Geldmarkt

Weiter unaufgeregt zeigt sich zum Wochenbeginn der Euro-Geldmarkt in Frankfurt. Große Themen gibt es nicht. Am Nachmittag stehen Reden diverser EZB-Mitglieder auf Konferenzen an, so von EZB-Chefin Lagarde, Chef-Volkswirt Lane und EZB-Direktorin Schnabel. Bahnbrechende Neuigkeiten werden jedoch nicht erwartet. Im Fokus steht eher die fortgesetzte Dollar-Stärke und sein 13-Monatshoch zum Euro, was sich nicht ganz mit dem schwächeren US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag deckt. Der Druck zu Zinserhöhungen auf die US-Notenbank hat mit diesem jedenfalls etwas nachgelassen.

Tagesgeld: 2,18 - 2,38 (2,15 - 2,35), Wochengeld: 2,13 - 2,37 (2,13 - 2,37), 1-Monats-Geld: 2,20 - 2,47 (1,90 - 2,20), 3-Monats-Geld: 2,17 - 2,51 (2,30 - 2,49), 6-Monats-Geld: 2,48 - 2,65 (2,48 - 2,64), 12-Monats-Geld: 2,42 - 2,62 (2,43 - 2,58), Euribors: 03.07. 02.07. 3 Monate: 2,3210 2,3350, 6 Monate: 2,5540 2,5650, 12 Monate: 2,7090 2,7330

Teure Energie treibt Erzeugerpreise im Euroraum hoch

Die Erzeugerpreise in der Industrie im Euroraum haben im Mai im Zuge des Iran-Konflikts stärker angezogen als erwartet. Sie kletterten um 5,9 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Anstieg um 5,7 Prozent gerechnet, nach einem Plus von revidiert 5,0 Prozent im April. Allein die Energiepreise in der Industrie zogen im Mai um 14,0 Prozent gegenüber dem Mai 2025 an. Die Herstellerpreise für Investitionsgüter wie Maschinen und Anlagen kletterten um 2,2 Prozent. Bei Vorleistungsgütern ergab sich ein Plus von 5,5 Prozent.

Zum Vormonat stiegen die Preise der Hersteller im Mai um 0,2 Prozent. Ökonomen hatten mit diesem Zuwachs gerechnet. Im April ergab sich ein Plus von revidiert 0,7 Prozent. Die Preise gelten ab Werk, also bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in den Handel kommen. Erzeugerpreise sind ein früher Hinweisgeber für die künftige Inflation. Im Euroraum war der Preisauftrieb im Juni mit 2,8 Prozent nicht mehr ganz so stark wie im Vormonat mit 3,2 Prozent.

Finanzexperte warnt Anleger vor "möglicher Sommerflaute"

Der Dax verzeichnet ein weiteres Rekord-Hoch. Anlass zur Euphorie gibt das Ereignis jedoch nicht, wie Christian Subbe von HQ Trust erläutert. Viel eher rechnet er mit einer Sommerflaute und warnt vor einer möglichen Gewinnblase in den USA.

Dax unterbricht Klettertour

Update von der Frankfurter Börse: Nach dem Sprung auf das Rekordhoch von 25.900,10 Punkten ist der Dax wieder etwas zurückgekommen. Am Mittag lag er 0,3 Prozent höher bei 25.850 Zählern. Der EuroStoxx50 verlor 0,1 Prozent auf 6409 Stellen. Der Euro lag 0,2 Prozent leichter bei 1,1412 US-Dollar.

Neuer BMW X5 erfreut sich starker Nachfrage

Im Rahmen einer Analysten- und Investorenveranstaltung am US-Standort in Spartanburg/South Carolina habe BMW den neuen X5 vorgestellt und einen Einblick in die Nutzung humanoider Roboter gegeben, so die LBBW. Zudem habe der neue CEO Milan Nedeljkovic ein Update über die aktuelle Situation in den einzelnen Regionen gegeben. Details hinsichtlich der bereits avisierten Restrukturierungen seien noch nicht genannt worden.

Die Fertigung des neuen BMW X5 starte im August in Spartanburg. Das Fahrzeug werde mit fünf verschiedenen Antriebsarten (Benzin, Diesel, Plug-in-Hybrid, vollelektrisch, Wasserstoff) erhältlich sein. Damit bleibe das Unternehmen seinem technologieoffenen Ansatz treu, dass der Kunde entscheiden solle, welcher Antrieb am besten zu ihm passe.

In Europa werde die neue Klasse sehr stark nachgefragt. So lägen die Bestellungen beim ersten Modell iX3 derzeit bei rund 100.000 Fahrzeugen. Auch die übrigen Fahrzeuge verkauften sich gut. Die Neuzulassungen in Deutschland seien im Juni um 23,7 (Gesamtmarkt plus 15,7) Prozent gestiegen.

Easyjet-Aktien schießen nach oben

Kräftig aufwärts um 10,9 Prozent geht es mit den Aktien von Easyjet in London. "Kurstreiber ist weniger der genaue Betrag des leicht erhöhten Angebots, sondern dass der Deal jetzt im fünften Anlauf in trockenen Tüchern ist", sagt ein Händler.

Der britische Billigflieger will sich einer Übernahme durch den US-Investor Castlelake grundsätzlich nicht mehr in den Weg stellen. Nach wochenlangem Ringen erklärten beide Seiten am Sonntag, sie hätten eine Grundsatzvereinbarung geschlossen, die Easyjet mit bis zu 5,5 Milliarden Pfund (6,4 Milliarden Euro) bewerte. Der Easyjet-Verwaltungsrat erklärte, er sei geneigt, den Aktionären die Annahme zu empfehlen. Castlelake hat nun bis zum 3. August Zeit, ein verbindliches Angebot vorzulegen.

"Stimmung erholt sich im Galopp"

Hier eine Expertenstimme zu den Sentix-Daten: "Die Stimmung erholt sich im Galopp, der Entspannung bei den Energiepreisen sei Dank", analysierte Alexander Krüger, Chefvolkswirt von ABN Amro Deutschland: "Die Befragung macht Mut, dass weltwirtschaftliche Normalität weiter zurückkehrt. Deutschland profitiert von Vorschusslorbeeren durch das angekündigte Reformpaket. Ohne neue Störfeuer hat die Stimmung noch weiteres Aufwärtspotenzial. Die Zuversicht der Investoren spiegelt sich auch in gestiegenen Aktienkursen wider."

Sentix-Konjunkturindex Deutschland sendet positive Signale

Die Konjunkturerwartungen von Anlegern für Deutschland haben sich im Juli deutlich aufgehellt. Der von dem Beratungsunternehmen Sentix erhobene Konjunkturindex stieg auf minus 19,4 (Juni: minus 28,5) Punkte, das höchste Niveau seit März. Der Index der Lagebeurteilung erhöhte sich auf minus 39,8 (minus 42,5) und der Index der Erwartungen auf plus 3,5 (minus 13,3) Punkte. Dieser Subindex ist damit erstmals seit März wieder positiv. "Die nun verkündeten Reformen scheinen den Anlegern Mut zu machen, dass sich auch Hierzulande die Konjunktur aufhellen kann", kommentierte Sentix-Geschäftsführer Patrick Hussy die Zahlen.

Der Konjunkturindex für den Euroraum erhöhte sich im Juli auf minus 3,1 (minus 13,4) Punkte, wobei die Lagebeurteilung auf minus 14,8 (minus 20,0) anzieht und der Erwartungsindex auf plus 9,3 (minus 6,5) Punkte. Entspannungssignale kamen auch von der Inflationsseite: Das Sentix-Themenbarometer "Inflation" zeigte eine deutliche Beruhigung an. "Für die Notenbanken nimmt dies ebenfalls den Handlungsdruck und eröffnet sogar neuen Handlungsspielraum", so Hussy.

SK Hynix steht vor Mega-Zweitnotiz an der Wall Street

Der Chipkonzern SK Hynix plant eine Rekord-Zweitemission an der Wall Street. Das Emissionsvolumen werde voraussichtlich bei 28 Milliarden US-Dollar liegen, hieß es in einer veröffentlichten Pflichtmitteilung der Südkoreaner. Dies wäre die größte Emission sogenannter American Depositary Receipts (ADRs) der Geschichte und nach SpaceX der zweitgrößte Börsengang überhaupt.

An der US-Technologiebörse Nasdaq sollen den Angaben zufolge 179,9 Millionen Hynix-ADRs notiert werden. Dabei stehen jeweils zehn dieser Hinterlegungsscheine für eine unlängst ausgegebene Aktie des Unternehmens. Das Geld soll vor allem in den Ausbau der Produktionskapazitäten fließen. Bei diesem Börsengang gehe es aber nicht allein darum, Kapital aufzunehmen, betonte Dave Mazza, der Chef des Vermögensverwalters Roundhill. "SK Hynix ist eines der weltweit bedeutendsten Unternehmen, an dem die meisten US-Investoren nicht ohne Weiteres Anteile halten konnten." Mit der Zweitnotiz an der Wall Street falle diese Hürde weg.

SK Hynix ist der führende Anbieter sogenannter HBM-Speicher (High Bandwidth Memory) mit einem Weltmarktanteil von 61 Prozent. Diese margenstarken Hochleistungschips werden in KI-Rechenzentren eingesetzt.

Dax setzt Rekordjagd fort

Nach verhaltenem Beginn ist der Dax jetzt etwas an Fahrt gekommen und hat sich auf zu neuen Rekorden gemacht. Der deutsche Leitindex stieg um 0,5 Prozent bis auf 25.900 Punkte. Der EuroStoxx50 legte um 0,1 Prozent auf 6418 Stellen zu.

Novartis stärkt sich mit Milliarden-Zukauf

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis übernimmt für 1,1 Milliarden Dollar das britische Biotechnologie-Unternehmen Myricx Bio, das eine neue Klasse von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADC) entwickelt.

Myricx entwickelt zwei Hauptwirkstoffkandidaten, deren Technologie Resistenzen gegen bestehende ADC-Wirkstoffe überwinden soll und bei verschiedenen Tumoren eingesetzt werden könnte. Der Abschluss der Transaktion ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, wobei zusätzlich bis zu 400 Millionen Dollar an Meilensteinzahlungen fließen könnten. (

Thales greift nach Unterwasserdrohnen-Spezialisten

Der französische Rüstungskonzern Thales will den Unterwasserdrohnen-Spezialisten Exail übernehmen und sichert sich dazu in einem ersten Schritt die Anteile der Gründerfamilie Gorgé. Thales biete 134 Euro je Aktie für die Beteiligung von 35,51 Prozent, teilte das Unternehmen am Montag mit. Dies entspricht einem Aufschlag von 44 Prozent auf den Exail-Aktienkurs vom 26. Juni. Mit dem Zukauf will Thales seine Position im Markt für Unterwasser-Kriegsführung stärken und seine Fähigkeiten im Navigationsbereich ausbauen.

Der Konkurrent Safran war ebenfalls an einer Übernahme des mit zwei Milliarden Euro bewerteten Unternehmens interessiert, erklärte jedoch am Freitag seinen Rückzug aus den Verhandlungen. Thales rechnet durch den Zusammenschluss bis 2032 mit jährlichen Umsatz- und Kostensynergien von mehr als 90 Millionen Euro.

Die Aktie von Exail verteuerte sich in den vergangenen drei Jahren um fast 600 Prozent. Investoren setzen darauf, dass steigende Rüstungsausgaben und veränderte militärische Anforderungen die Nachfrage nach Drohnen ankurbeln.

Dax sucht die Richtung

Der Frankfurter Aktienmarkt startet kaum verändert in die Woche. Der Dax tendiert nahezu unverändert bei 25.760 Punkten.

Deutsche Industrie erhält mehr Aufträge als erwartet

Die deutsche Industrie hat im Mai nach einem Rückgang im Vormonat wieder mehr Aufträge erhalten. Das Neugeschäft wuchs um 1,9 Prozent im Vergleich zum April, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 1,5 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang von revidiert 3,2 Prozent im April. Der Nahost-Krieg, höhere Preise für Öl und Gas sowie die einhergehende Unsicherheit hatten zuvor die Nachfrage gedämpft.

"Mal rauf, mal runter, der Auftrags-Zick-Zack geht weiter", kommentierte der Chefvolkswirt von ABN Amro Deutschland, Alexander Krüger, die Entwicklung. "Alles in allem ist die Auftragslage besser als vor einem Jahr." Schwierige Standortbedingungen und Planungsunsicherheiten dämpften aber den Ausblick.

Unicredit stellt Kürzung der Ausschüttungen der Commerzbank in Aussicht

Die Aktionäre der Commerzbank müssen bei einer Übernahme durch Unicredit mit deutlich niedrigeren Ausschüttungen rechnen. Ein Sprecher der italienischen Großbank sagte der "Börsen-Zeitung", Restrukturierungskosten, IT-Investitionen und anstehende Sanierungen würden die Ausschüttungsquote des deutschen Instituts von derzeit 100 Prozent wohl drücken.

Gerüchte, Unicredit-CEO Andrea Orcel habe in einem Panel den kompletten Ausfall der Ausschüttungen verkündet und eine außerordentliche Hauptversammlung verlangt, hatten für Aufsehen gesorgt. Den Hintergrund dafür lieferte eine Mediobanca-Investorenkonferenz in London. Nach Ansicht der Analysten kontrolliert die HVB-Mutter nach Ablauf des Übernahmeangebots am 3. Juli mit 42 bis 45 Prozent de facto die Commerzbank. Voraussichtlich übermorgen steht fest, wie hoch die Unicredit-Beteiligung ist.

Was macht der Dax heute?

Der Dax wird der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge heute mit wenig Bewegung in den Handel starten. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex seinen Rekordlauf vom Donnerstag fortgesetzt und zwischenzeitlich ein Rekordhoch von 25.826 Zählern erreicht.

Für gute Stimmung an den Börsen sorgten Spekulationen auf vorerst ausbleibende Zinserhöhungen in den USA. Im Mittelpunkt heute steht die Konjunktur. Die Anleger warten unter anderem auf die Einzelhandelsumsätze und die Erzeugerpreise für die Eurozone sowie die Auftragseingänge in der deutschen Industrie im Mai. Diese dürften zeigen, wie stark die Verunsicherung durch den Iran-Krieg und die höheren Energiepreise die Geschäfte gebremst haben.

Zudem steht das Barometer der Beratungsfirma Sentix für Juli auf der Agenda. Dieses zeigt an, wie Börsianer auf die Konjunktur in der Eurozone blicken. In den USA rücken die Einkaufsmanagerindizes für Juni in den Fokus der Anleger. Ebenfalls zum Wochenstart will das Bundeskabinett den Entwurf für den Bundeshaushalt 2027 und die Finanzplanung bis 2030 beschließen. Verabschiedet wird der Haushalt jedoch erst Ende November vom Bundestag.

SpaceX wird in weiteren Top-Index aufgenommen

Heute und morgen bekommen zahlreiche ETF-Anleger die Aktie von SpaceX in ihr Depot gebucht. Das Papier wird heute in den Index Russell-1000 aufgenommen. Morgen steigt es auf Basis eines neu eingeführten Schnellverfahrens auch in den Nasdaq-100-Index auf. In den breiteren Nasdaq-Composite war das Papier bereits mit dem Börsengang aufgenommen worden. Bis zur nächsten regulären Index-Überprüfung wird der Nasdaq-100-Index nun 101 Werte enthalten.

Südkoreas Aktienmarkt hat einen Lauf

Die Aussicht auf starke US-Quartalszahlen und nachgebende Ölpreise haben den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenstart Auftrieb verliehen. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,4 Prozent.

In Südkorea legte der Leitindex Kospi um 2,2 Prozent zu. Anleger setzten vor allem auf Gewinne im Technologiesektor durch den anhaltenden Boom bei künstlicher Intelligenz (KI). Präsident Lee Jae Myung hatte eine drastische Beschleunigung der Genehmigungsverfahren für geplante Mega-Projekte in der Halbleiter- und KI-Industrie gefordert, um die globale Dominanz des Landes zu sichern. "In dieser Situation scheint das Ergebnis davon abzuhängen, wer sich schneller bewegt und wer sich zuerst den Vorsprung sichert", sagte Lee. "Nur die Geschwindigkeit zählt."

Davon profitierte SK Hynix: Die Aktien stiegen um ein Prozent. Der Speicherchip-Hersteller kündigte an, über Bezugsrechte an der US-Technologiebörse Nasdaq Aktien im Wert von rund 28 Milliarden Dollar auszugeben. Auch Samsung Electronics standen vor der Vorlage von Quartalszahlen im Fokus.

In Japan zeigte sich ein gemischtes Bild. In Tokio gab der technologielastige Nikkei-Index leicht um 0,1 Prozent nach. Der breiter gefasste Topix gewann hingegen 0,5 Prozent und verzeichnete damit den sechsten Gewinntag in Folge

"Diese Faktoren, kombiniert mit dem Abwärtstrend bei den Rohölpreisen nach der Opec+-Entscheidung vom Wochenende, die Produktion zu erhöhen, scheinen die Stimmung der Anleger zu stützen", so Maki Sawada, Aktienstrategin bei Nomura Securities. Zu den Gewinnern zählten Industrie- und Transportwerte: Kawasaki Heavy Industries sprangen um 7,6 Prozent nach oben, Mitsubishi Heavy Industries gewannen 5,9 Prozent.

Öl wird billiger

Die Ölpreise fallen. Grund ist die Entscheidung der OPEC+, die Produktion erneut zu erhöhen.

Nach einem virtuellen Treffen am Sonntag hatte die Gruppe mitgeteilt, sie werde die Produktion im August um etwa 188.000 Barrel pro Tag anheben. Dies ist die fünfte monatliche Erhöhung in Folge.

Die WTI-Rohöl-Futures zur Lieferung im nächsten Monat fallen um 0,6 Prozent auf 68,29 US-Dollar pro Barrel; die Brent-Rohöl-Futures zur Lieferung im nächsten Monat fallen um 0,7 Prozent auf 71,64 US-Dollar pro Barrel.

"Trotz der Wiedereröffnung der Straße [von Hormus] könnten die Mitglieder aufgrund der anhaltenden Risiken für ihre Schiffe Schwierigkeiten haben, die zusätzliche Kapazität zu nutzen", schreiben die Analysten von ANZ Research jedoch in einem Bericht. "Am Wochenende wurde beobachtet, wie mehrere Schiffe plötzlich umkehrten, als sie versuchten, die Meerenge auf der omanischen Route zu durchfahren", stellen die Analysten fest.