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Business-Ticker: KI-Fehler hätte laut CNN-Bericht fast zu US-Militäreinsatz gegen chinesisches Schiff geführt

· FAZ Wirtschaft

Business-Ticker: KI-Fehler hätte laut CNN-Bericht fast zu US-Militäreinsatz gegen chinesisches Schiff geführt

Business-Ticker : Trump kündigt „AI Force“ zur Überwachung von Künstlicher Intelligenz an

US-Präsident Donald Trump am 18. September 2026 im Oval Office des Weißen Hauses in Washington.EPA

KI-Fehler hätte laut CNN-Bericht fast zu US-Militäreinsatz gegen chinesisches Schiff geführt +++ Altman spricht vor UN-Sicherheitsrat über KI-Risiken +++ Google-KI hackte ebenfalls andere Unternehmen +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

US-Präsident Trump kündigt „AI Force“ zur KI-Regulierung an

US-Präsident Donald Trump will eine „AI Force“ zur ​Überwachung der Künstlichen Intelligenz (KI) ins Leben rufen. Am Samstag ⁠kündigte er auf seiner Online-Plattform Truth Social an, in naher Zukunft einen KI-Beauftragten zu ernennen. Das Wachstum dieser Branche werde in keiner ‌Weise behindert, schrieb Trump. Die Regierung werde die Technologie vielmehr wertschätzen, unterstützen und deren Wachstum beaufsichtigen. Zugleich werde man auf ‌Missbrauch achten, was ‌sich sehr leicht mit dem bestehenden Straf- und Zivilrecht regeln lasse. Das Präsidialamt nahm zu den Plänen zunächst nicht Stellung.

Anfang der Woche ​hatte Trump erklärt, es gebe ⁠eine „kranke Verschwörung“ gegen KI und Rechenzentren. Dabei wies er Forderungen nach neuen bundesweiten KI-Regeln ​zurück und betonte, die USA bräuchten für die Regulierung der Technologie lediglich ⁠einen starken Präsidenten. ‌Zudem wollen US-Vertreter das Thema KI bei einem Treffen Trumps mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in der kommenden Woche ansprechen. Washington ⁠und Peking ⁠betrachten Fortschritte bei der KI als entscheidend für ihre wirtschaftliche und ⁠militärische Wettbewerbsfähigkeit. ​Sie sind ⁠sich jedoch uneins über ​den Zugang zu hochmodernen Chips, Vorwürfe des Technologiediebstahls und ‌die Regulierung der Branche. 

KI-Fehler hätte laut CNN-Bericht fast zu US-Militäreinsatz gegen chinesisches Schiff geführt

Ein mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellter, fehlerhafter US-Geheimdienstbericht hätte laut einem Medienbericht fast dazu geführt, dass inmitten des Iran-Kriegs das US-Militär ein chinesisches Schiff gestürmt hätte. Der Sender CNN zitierte am Freitag mit dem Vorfall vertraute Kreise, wonach die Geheimdienstinformationen über eine angebliche Ladung des Schiffes mit Komponenten für Atomwaffen „komplett falsch" gewesen seien, aber im Frühjahr „fast einen Krieg verursacht" hätten, wie die Nachrichtenagentur AFP meldet.

Dem CNN-Bericht zufolge hatten sich US-Soldaten bereits darauf vorbereitet, das Schiff zu entern. Aus einigen Kreisen hieß es, Flugzeuge der Luftwaffe seien bereits in der Luft gewesen. Der Einsatz im Mittleren Osten wurde demnach abgebrochen, nachdem Beamte herausfanden, dass ein von einem Analysten genutzter KI-Chatbot die Ladung des Schiffes falsch identifiziert habe.

CNN zufolge verknüpfte der KI-Bot öffentlich zugängliche Informationen mit Geheimdienstinformationen und kam so zu seiner fatalen Fehleinschätzung. Der Analyst nutzte demnach dann abermals KI, um einen Geheimdienstbericht zu verfassen, den er dann verbreitete. Was das Schiff tatsächlich geladen hatte und wohin es unterwegs war, blieb unklar. Die US-Streitkräfte und das Pentagon äußerten sich laut CNN zunächst nicht zu dem Vorfall.

In jüngster Zeit häuften sich Warnungen über die Gefahren, die vom Einsatz Künstlicher Intelligenz ausgehen. Ein Mitarbeiter des Unternehmens Anthropic sagte unlängst, die Chancen, dass KI die Menschheit innerhalb des nächsten Jahrzehnts auslöschen könnte, lägen bei mehr als zehn Prozent.

In jüngster Zeit häuften sich Warnungen über die Gefahren, die vom Einsatz Künstlicher Intelligenz ausgehen. Ein Mitarbeiter des Unternehmens Anthropic sagte unlängst, die Chancen, dass KI die Menschheit innerhalb des nächsten Jahrzehnts auslöschen könnte, lägen bei mehr als zehn Prozent.

Open AI-Chef Altman spricht vor UN-Sicherheitsrat über KI-Risiken

Sam Altman, der das amerikanische KI-Unternehmen Open AI führt, wird in der ​kommenden Woche vor dem UN-Sicherheitsrat in New York sprechen. Während der für Mittwoch angesetzten Sitzung ⁠am Rande der UN-Vollversammlung soll es um Künstliche Intelligenz (KI) und internationale Sicherheit gehen. Altman werde persönlich an der öffentlichen Sitzung teilnehmen, sagte ein Sprecher von Open AI gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

In seinen Äußerungen werde er sich voraussichtlich auf die Notwendigkeit internationaler Koordination und gemeinsamer Sicherheitsstandards konzentrieren. Geleitet wird das Treffen vom französischen Außenminister Jean-Noël Barrot, da Frankreich im September den Vorsitz ‌des 15-köpfigen Gremiums innehat.

Frankreich ‌hatte die Sitzung einberufen, um auf die Gefahren der rasch fortschreitenden Technologie aufmerksam zu machen. In einem Konzeptpapier der Regierung in Paris, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, hieß es: „Angesichts der Gefahr des Missbrauchs dieser ​Technologie für böswillige Zwecke (...) möchte Frankreich ⁠die Dringlichkeit von Maßnahmen unterstreichen, um eine sichere und verantwortungsvolle Entwicklung der Künstlichen Intelligenz zum Nutzen der gesamten internationalen Gemeinschaft zu ​fördern."

Ziel sei es zudem, die Risiken eines Kontrollverlusts zu analysieren. Diplomaten zufolge wird bei dem Treffen auch ⁠eine hochrangige Vertretung des ‌KI-Unternehmens Anthropic erwartet. Dies sei jedoch noch nicht bestätigt. Anthropic reagierte nicht sofort auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.

Ziel sei es zudem, die Risiken eines Kontrollverlusts zu analysieren. Diplomaten zufolge wird bei dem Treffen auch ⁠eine hochrangige Vertretung des ‌KI-Unternehmens Anthropic erwartet. Dies sei jedoch noch nicht bestätigt. Anthropic reagierte nicht sofort auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.

Das Treffen findet wenige Wochen nach einem eindringlichen Appell mehrerer Branchenvertreter statt. Sie hatten ⁠eine koordinierte Verlangsamung ⁠der KI-Entwicklung gefordert und davor gewarnt, dass sich die Technologie bald selbstständig verbessern und der menschlichen Kontrolle ⁠entziehen könnte. ​Der UN-Sicherheitsrat ⁠hatte sich 2023 zum ersten Mal mit ​den Risiken der Künstlichen Intelligenz befasst.

Altman selbst warnt seit Jahren ‌vor den Gefahren: In einem Essay aus dem Jahr 2015 bezeichnete er die Entwicklung übermenschlicher Maschinenintelligenz ​als „wahrscheinlich größte Bedrohung für den Fortbestand der Menschheit".

Googles KI Gemini hackte ebenfalls andere Unternehmen

Auch Googles KI-Software Gemini hat sich bei Tests ihrer Cybersicherheitsfähigkeiten in Computersysteme anderer Unternehmen gehackt. Der Internet-Riese ist der vierte Entwickler Künstlicher Intelligenz (KI), dessen Programme mit einem solchen Verhalten auffielen, nach OpenAI, Anthropic und dem Facebook-Konzern Meta. Google machte die schon Monate zurückliegenden Vorfälle erst nach einer Nachfrage der Zeitung „Wall Street Journal“ öffentlich.

Demnach gab es drei Fälle, in denen Gemini in Computer anderer Unternehmen eindrang, deren Namen nicht genannt werden. In einem davon erriet die KI Passwörter, um in ein geschütztes System zu kommen. In den beiden anderen fand sie Zugangsdaten in einer Datenbank, wie das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Google schrieb.

Die Vorfälle ereigneten sich demnach im Mai – und die Firma Irregular als Testpartner informierte Google im Juli darüber. Aus Sicht des Internetkonzerns sei es nicht notwendig gewesen, die Zwischenfälle öffentlich zu machen, da dabei kein Schaden entstanden sei. Zudem habe die KI die Attacken sofort beendet, als ihr klar geworden sei, dass sie in Systeme eines echten Unternehmens eingedrungen sei – und nicht eines, das eine Testsimulation war.

Die Vorfälle ereigneten sich demnach im Mai – und die Firma Irregular als Testpartner informierte Google im Juli darüber. Aus Sicht des Internetkonzerns sei es nicht notwendig gewesen, die Zwischenfälle öffentlich zu machen, da dabei kein Schaden entstanden sei. Zudem habe die KI die Attacken sofort beendet, als ihr klar geworden sei, dass sie in Systeme eines echten Unternehmens eingedrungen sei – und nicht eines, das eine Testsimulation war.

On steigt mit Kylian Mbappé ins Fußballgeschäft ein

Der Schweizer Sportartikelhersteller On, der bisher vor allem für seine Laufschuhe bekannt ist, nimmt Anlauf, um künftig auch im großen Fußballgeschäft mitzumischen. Dafür hat man sich prominente Hilfe gesichert. Der französische Superstar Kylian Mbappé soll seine Ideen und seine Erfahrung in die Entwicklung von Fußballschuhen und Trikots einbringen und als globaler Markenbotschafter fungieren. Der Spieler von Real Madrid war bisher bei dem amerikanischen Sportartikelgiganten Nike unter Vertrag. Dieser ist jedoch in diesem Sommer ausgelaufen. 

Die Bezahlung enthalte auch „Eigenkapitalkomponenten“, teilte On mit. Mit anderen Worten: Mbappé wird (in vermutlich kleinem Umfang) an dem Unternehmen beteiligt. Das Manöver erinnert an den Einstieg in das Geschäft mit Tennisschuhen und -kleidung, für das man vor paar Jahren Roger Federer an Bord holte. Die Schweizer Tennislegende beteiligte sich an dem Unternehmen, das seinerzeit noch nicht an der Börse notiert war. 

Wie On außerdem mitteilt, wird der ehemalige französische Nationalspieler Thierry Henry Direktor der neu geschaffenen Abteilung Fußball. Die ersten Fußballartikel sollen im kommenden Jahr auf den Markt kommen. 

Wirtschaftsprüfung EY bekommt neuen Chef

Der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Jan Brorhilker ist vom Aufsichtsrat des Unternehmens zum neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung von EY Deutschland bestellt worden. Brorhilker folgt zum 1. Januar 2027 auf Henrik Ahlers, teilte die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY am Freitag mit. Ahlers leitet EY Deutschland seit April 2021. Er hatte damals zunächst mit Jean-Yves Jégourel das Ruder übernommen, als sein Vorgänger Hubert Barth nach dem Wirecard-Skandal auf einen anderen Posten im EY-Netzwerk wechselte. 

Für Brorhilker steht laut EY die Weiterentwicklung der gesamten Gruppe im Fokus, also aller Geschäftsbereiche, in denen EY tätig ist. Brorhilker ist seit 2020 Mitglied der EY-Geschäftsführung und leitete in den vergangenen vier Jahren den Bereich Assurance, also die Wirtschaftsprüfung. Ahlers bezeichnet seinen Nachfolger in der Mitteilung als klugen Strategen und erfahrenen Manager. „Wir sind überzeugt, dass er EY in eine erfolgreiche Zukunft führen wird", sagte er.

Für Brorhilker steht laut EY die Weiterentwicklung der gesamten Gruppe im Fokus, also aller Geschäftsbereiche, in denen EY tätig ist. Brorhilker ist seit 2020 Mitglied der EY-Geschäftsführung und leitete in den vergangenen vier Jahren den Bereich Assurance, also die Wirtschaftsprüfung. Ahlers bezeichnet seinen Nachfolger in der Mitteilung als klugen Strategen und erfahrenen Manager. „Wir sind überzeugt, dass er EY in eine erfolgreiche Zukunft führen wird", sagte er.

Laut der Mitteilung ist Brorhilker schon seit 20 Jahren bei EY. Bevor er die Verantwortung für die Wirtschaftsprüfung übernahm, war er als Chief Operating Officer von EY Deutschland tätig gewesen und hatte maßgeblich vielfältige Transformationsprozesse im Unternehmen mitgestaltet.

Neben seiner Rolle als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater beschäftigte sich Brorhilker in der Vergangenheit insbesondere mit digitaler Transformation, Private Equity sowie Begleitung von Börsengängen und hat zahlreiche Transaktionen in diesen Bereichen begleitet.

Ahlers, der die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft durch die schweren Jahre nach dem Wirecard-Skandal führte, scheidet nach fünf Jahren an der Spitze von EY Deutschland mit Ablauf des Geschäftsjahres 2026/2027 aus der Partnerschaft aus. Über milliardenschwere Schadenersatzklagen von Wirecard-Anlegern wird auch rund sechs Jahre nach der Pleite des ehemaligen Dax-Unternehmens, dessen Bilanzen EY testiert hatte, noch vor Gericht gerungen.

Neben seiner Rolle als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater beschäftigte sich Brorhilker in der Vergangenheit insbesondere mit digitaler Transformation, Private Equity sowie Begleitung von Börsengängen und hat zahlreiche Transaktionen in diesen Bereichen begleitet.

Ahlers, der die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft durch die schweren Jahre nach dem Wirecard-Skandal führte, scheidet nach fünf Jahren an der Spitze von EY Deutschland mit Ablauf des Geschäftsjahres 2026/2027 aus der Partnerschaft aus. Über milliardenschwere Schadenersatzklagen von Wirecard-Anlegern wird auch rund sechs Jahre nach der Pleite des ehemaligen Dax-Unternehmens, dessen Bilanzen EY testiert hatte, noch vor Gericht gerungen.

Neuer Chef für Playmobil

Nach dem Abgang von Bahri Kurter beim Playmobil-Hersteller Horst Brandstätter Group hat das Unternehmen den Manager Lars Wagner neu in das Gremium berufen. Gemeinsam mit René Feser und Matthias Fauser werde das Unternehmen damit vom 1. Oktober an von drei gleichberechtigten Vorständen geleitet, teilte ein Unternehmenssprecher in Zirndorf mit. Wagner hatte früher unter anderem für Walt Disney und für Warner gearbeitet und war in leitender Position auch bereits im Unternehmensgefüge Brandstätter aktiv.

Die Spielzeugmarke Playmobil befindet sich in wirtschaftlich schwierigem Fahrwasser. Erst vor wenigen Wochen war die Produktion in Deutschland eingestellt und ins Ausland verlagert worden. Zu den Gründen für die personelle Veränderung an der Unternehmensspitze machte Brandstätter weiterhin keine Angaben.

Die für ihre Spielfiguren und Spielwelten bekannte Marke Playmobil kämpft seit Längerem mit sinkenden Umsätzen. 700 Stellen wurden in dem Zuge im In- und Ausland abgebaut. Ende Juni hatte der Hersteller sein einziges deutsches Werk im mittelfränkischen Dietenhofen geschlossen. 350 Beschäftigte verloren ihren Job. Playmobil wird damit nur noch in Malta und Tschechien produziert.

Die Spielzeugmarke Playmobil befindet sich in wirtschaftlich schwierigem Fahrwasser. Erst vor wenigen Wochen war die Produktion in Deutschland eingestellt und ins Ausland verlagert worden. Zu den Gründen für die personelle Veränderung an der Unternehmensspitze machte Brandstätter weiterhin keine Angaben.

Die für ihre Spielfiguren und Spielwelten bekannte Marke Playmobil kämpft seit Längerem mit sinkenden Umsätzen. 700 Stellen wurden in dem Zuge im In- und Ausland abgebaut. Ende Juni hatte der Hersteller sein einziges deutsches Werk im mittelfränkischen Dietenhofen geschlossen. 350 Beschäftigte verloren ihren Job. Playmobil wird damit nur noch in Malta und Tschechien produziert.

Buffett gibt bei Berkshire auch Verwaltungsrats-Chefposten auf

Wenige Wochen nach seinem 96. Geburtstag zieht sich Star-Investor Warren Buffett bei seiner börsennotierten Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway weiter zurück. Buffett habe den Posten als Verwaltungsratschef an seinen Sohn Howard Buffett übergeben, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Warren Buffett werde als „Chairman emeritus“ aber Mitglied des Verwaltungsrats bleiben und „seine geschätzte Meinung ‌und Ansicht“ weiter zur Verfügung stellen. Mit einer konservativen, auf Substanzwerten aufgebauten Anlagestrategie hatte Buffett die frühere Textilfirma Berkshire Hathaway zu einem der zehn wertvollsten Unternehmen weltweit entwickelt. ‌Heute ist die Beteiligungsfirma an ‌der New Yorker Börse 1,1 Billionen Dollar wert.

Zum Jahreswechsel hatte Warren Buffett bereits das Amt des Vorstandschefs an Greg Abel übergeben. „Meine Erwartungen an ihn waren von Anfang an unermesslich, und er hat sie übertroffen“, bilanzierte Buffett in einem Brief an die Aktionäre. „Deshalb ist die Zeit reif, um den Übergang abzuschließen.“ Er habe seit 1965 für Berkshire gearbeitet, „und ich habe immer noch den besten Job der Welt“, schrieb er. Aber „Gevatter Zeit ‌gewinnt immer. Er war gleichwohl großzügig mit mir.“

Buffetts Sohn Howard ist seit 1993 für Berkshire Hathaway tätig und hatte das Unternehmen in zahlreichen Aufsichts- und Verwaltungsräten vertreten. „Das ist eine längere Lehrzeit als ich sie hatte, bevor ich mit 34 die Zügel in die Hand nahm“, schrieb Warren Buffett. „Greg leitet das Unternehmen, Howard wird auf seine Kultur und seine Werte achten.“ Howard Buffett leitet seit ‌1999 auch eine nach ihm benannte Stiftung, die sich um die weltweite Ernährungssicherheit und die Beilegung von Konflikten bemüht.

Neue Spitze für ÖBAG

Österreichs Staatsvermögen wird künftig von Thomas Arnoldner gemanagt. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Telekommunikationsdienstleisters A1 Telekom Austria wurde am Freitag vom Aufsichtsrat zum neuen Alleinvorstand der Staatsholding ÖBAG bestellt. Arnoldner löst die bisherige Managerin Edith Hlawati im Februar 2027 ab.

In der ÖBAG sind wichtige Unternehmensbeteiligungen gebündelt. Sie umfassen einen Wert von gut 30 Milliarden Euro und sichern 103.000 Arbeitsplätze. Zum Portfolio gehört der Energieversorger Verbund, der Petrochemiekonzern OMV, A1 Telekom Austria und die Österreichischen Post. Hinzu kommen weitere Unternehmen, darunter die Immobiliengesellschaft BIG

Japans Leitzins auf 31-jährigem Höchststand

Japans Zentralbank hat laut Nachrichtenagentur dpa-AFX den Leitzins unter anderem wegen des durch den Irankrieg verursachten Preisanstiegs abermals angehoben. Die Zinserhöhung war erwartet worden.

In der Meldung heißt es weiter: Der Zinssatz wurde um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 1995 nach oben gesetzt, teilte die japanische Notenbank (BoJ) am Freitag in Tokio mit. Die Entscheidung fiel mit 7 zu 2 Stimmen.

Die japanischen Währungshüter hatten den Leitzins zuletzt im Juni erhöht. Es ist die zweite Erhöhung in diesem Jahr und die sechste seit dem Ende der Epoche mit einem negativen Leitzins in Japan. Im März 2024 hatte die japanische Zentralbank erstmals nach 17 Jahren den Zinssatz wieder erhöht.

In der Meldung heißt es weiter: Der Zinssatz wurde um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 1995 nach oben gesetzt, teilte die japanische Notenbank (BoJ) am Freitag in Tokio mit. Die Entscheidung fiel mit 7 zu 2 Stimmen.

Die japanischen Währungshüter hatten den Leitzins zuletzt im Juni erhöht. Es ist die zweite Erhöhung in diesem Jahr und die sechste seit dem Ende der Epoche mit einem negativen Leitzins in Japan. Im März 2024 hatte die japanische Zentralbank erstmals nach 17 Jahren den Zinssatz wieder erhöht.

Russland-Geschäft von Nestlé unter russische Verwaltung gestellt

Die Russland-Geschäfte des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé und der französischen Einzelhandelskette Auchan sind unter russische Verwaltung gestellt worden. Laut einem Dekret von Kreml-Chef Wladimir Putin wurden die Anteile an eine russische Gesellschaft namens L.E.V. Management übertragen. Betroffen ist demnach auch die Bauhauskette Leroy Merlin, die 2024 in Russland in Lemana Pro umbenannt worden war. Im Fall Nestlé betrifft das Dekret unter anderem die Vermögenswerte der Nestlé Deutschland AG in Russland. 

Laut einem Bericht der unabhängigen russischen Zeitung „Nowaja Gaseta Europa“ wird das Ende 2025 gegründete Unternehmen von Andrej Krajuschkin geleitet, der demnach dem russischen Innenministerium untersteht. Aus den Buchhaltungsunterlagen geht laut der Zeitung hervor, dass das Unternehmen zumindest bis Ende 2025 „keinerlei Geschäftstätigkeit“ ausgeübt habe und „nur einen einzigen Mitarbeiter“ beschäftige. „Die Eigentümer sind unbekannt“, berichtete die Zeitung, die in Russland als „unerwünschte Organisation“ gelistet ist und ihren Sitz in Lettland hat.

Laut einem Bericht der unabhängigen russischen Zeitung „Nowaja Gaseta Europa“ wird das Ende 2025 gegründete Unternehmen von Andrej Krajuschkin geleitet, der demnach dem russischen Innenministerium untersteht. Aus den Buchhaltungsunterlagen geht laut der Zeitung hervor, dass das Unternehmen zumindest bis Ende 2025 „keinerlei Geschäftstätigkeit“ ausgeübt habe und „nur einen einzigen Mitarbeiter“ beschäftige. „Die Eigentümer sind unbekannt“, berichtete die Zeitung, die in Russland als „unerwünschte Organisation“ gelistet ist und ihren Sitz in Lettland hat.

RBI wehrt sich gegen Grizzly Research

Der Leerverkäufer Grizzly Research setzt der Wiener Raiffeisen Bank International (RBI) zu. Österreichs zweitgrößtes Geldhaus weist schwere Vorwürfe dieses Akteurs zu seinem Russland-Geschäft zurück. Die Bank prüfe zudem rechtliche Schritte, wie sie am Donnerstagabend mitteilte. Zuvor hatte ein Bericht von Grizzly Research die Aktie des Instituts rund neun Prozent ins Minus befördert. Das Papier schloss schließlich an der Wiener Börse sechs Prozent tiefer bei 60,95 Euro.

Grizzly Research wirft der RBI in dem Bericht Fehlverhalten im Zusammenhang mit ihrer russischen Tochtergesellschaft vor. Der Investor fordert eine Untersuchung durch die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA), die Europäische Zentralbank (EZB) und das US-Finanzministerium.

Grizzly Research ist ein Leerverkäufer, der auf fallende Kurse wettet. Das US-Unternehmen hatte in der Vergangenheit bereits mit kritischen Berichten etwa zum deutschen Prothesenhersteller Ottobock und dem italienischen Reifenhersteller Pirelli für Aufsehen und teils heftige Kursreaktionen gesorgt.

In ihrer Erwiderung erklärte RBI, der Bericht enthalte zahlreiche irreführende Aussagen sowie mehrere sachliche Fehler. So werde in dem Bericht behauptet, Kunden identifiziert zu haben, die von der russischen AO Raiffeisenbank bereits vor ihrer Einstufung als sanktionierte Einheiten freiwillig gekündigt oder gesperrt worden seien. Darüber hinaus würden in dem Bericht Unternehmen genannt, die niemals Kunden der RBI oder der russischen Tochterbank gewesen seien. Die Bank warf Grizzly zudem ein grundlegendes Missverständnis der Liquiditätskennziffern (LCR) vor. Viele der Fehler und falschen Annahmen hätten vermieden werden können, hätten sich die Autoren mit ihren Fragen an die RBI gewandt, erklärte die Bank.

Die Vorwürfe treffen das Institut an einem wunden Punkt. Die RBI ist die größte westliche Bank, die auch nach dem russischen Angriff auf die Ukraine noch in Russland tätig ist und dort eine wichtige Rolle im Zahlungsverkehr spielt. Das Institut steht seit langem unter dem Druck von Regulierern, sich aus Russland zurückzuziehen.

Die in Osteuropa tätige Bank hat ihr Geschäft in Russland inzwischen auf Druck der Regulierer deutlich verkleinert. Zuletzt zählte das Institut dort noch 2,8 Millionen Kunden und 63 Filialen. Dennoch trug das Russland-Geschäft im ersten Halbjahr auf dem Papier mit 550 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei. Diese Gewinne können jedoch wegen russischer Kapitalverkehrskontrollen nicht nach Wien ausgeschüttet werden. Ein Ausstieg gestaltet sich schwierig, weil dafür zahlreiche Genehmigungen, unter anderem des Kremls, erforderlich sind.

RTL Deutschland und Sky streichen rund 500 Stellen

Nach dem Zusammenschluss von RTL Deutschland und Sky sollen bis Ende 2027 rund 500 Stellen bei den Unternehmen abgebaut werden. Der überwiegende Teil davon solle bereits 2026 gestrichen werden, teilte RTL mit. Zuvor hatte „Bild“ darüber berichtet.

Der Stellenabbau soll den Angaben zufolge sozialverträglich und in enger Abstimmung mit den zuständigen Betriebsräten erfolgen. Auslaufende Verträge sollen teilweise nicht verlängert und offene Stellen nicht nachbesetzt werden. Betriebsbedingte Kündigungen sollen so vermieden werden. Wie sich die rund 500 Stellen auf RTL und Sky verteilen, teilte das Unternehmen zunächst nicht mit.

Die RTL Group hatte Sky Deutschland in diesem Jahr übernommen. Mit dem Zusammenschluss will RTL seine Position im Streaming- und TV-Markt gegenüber großen internationalen Anbietern stärken und insbesondere das Geschäft mit Abonnements ausbauen.

Der Stellenabbau soll den Angaben zufolge sozialverträglich und in enger Abstimmung mit den zuständigen Betriebsräten erfolgen. Auslaufende Verträge sollen teilweise nicht verlängert und offene Stellen nicht nachbesetzt werden. Betriebsbedingte Kündigungen sollen so vermieden werden. Wie sich die rund 500 Stellen auf RTL und Sky verteilen, teilte das Unternehmen zunächst nicht mit.

Die RTL Group hatte Sky Deutschland in diesem Jahr übernommen. Mit dem Zusammenschluss will RTL seine Position im Streaming- und TV-Markt gegenüber großen internationalen Anbietern stärken und insbesondere das Geschäft mit Abonnements ausbauen.

Playmobil-Chef verlässt Unternehmen

Die Spielzeugmarke Playmobil kommt nicht zur Ruhe: Nach dem Aus für die Produktion in Deutschland verlässt nun Vorstand Bahri Kurter das Unternehmen im mittelfränkischen Zirndorf. „Es wird eine kurzfristige Nachbesetzung geben. Darüber werden wir zu gegebener Zeit informieren“, hieß es von einem Sprecher des Herstellers Horst Brandstätter Group. Zu den Gründen für die personelle Veränderung wollte er keine Angaben machen.

Die „Nürnberger Nachrichten“ hatten zunächst über den Weggang von Kurter berichtet, der seit 2023 Vorstand für Entwicklung, Marketing und Vertrieb bei Playmobil war. René Feser und Matthias Fauser bleiben dem Sprecher zufolge Vorstände der Horst Brandstätter Group und sind damit für das operative Geschäft zuständig.

Die für ihre Spielfiguren und Spielwelten bekannte Marke Playmobil kämpft seit längerem mit sinkenden Umsätzen. 700 Stellen wurden in dem Zuge im In- und Ausland abgebaut. Ende Juni hatte der Hersteller sein einziges deutsches Werk im mittelfränkischen Dietenhofen geschlossen. 350 Beschäftigte verloren ihren Job. Playmobil wird damit nur noch in Malta und Tschechien produziert.

Die „Nürnberger Nachrichten“ hatten zunächst über den Weggang von Kurter berichtet, der seit 2023 Vorstand für Entwicklung, Marketing und Vertrieb bei Playmobil war. René Feser und Matthias Fauser bleiben dem Sprecher zufolge Vorstände der Horst Brandstätter Group und sind damit für das operative Geschäft zuständig.

Gerichtsurteil: Meta haftet für betrügerische Werbung auf seinen Plattformen

Der US-Konzern Meta haftet für betrügerische Werbeanzeigen ​auf seinen Plattformen Facebook und Instagram. Das hat das Landgericht Frankfurt am ⁠Main entschieden und den Konzern unter anderem zu Unterlassung und Schadenersatz verurteilt. Geklagt hatten der Betreiber eines Finanzportals und dessen Gründer. ‌Unbekannte hatten auf den Plattformen wiederholt unter Verwendung des Firmenlogos und von Bildern des Gründers in mutmaßlich betrügerischer Absicht für Finanzprodukte geworben. Das Unternehmen ‌hatte nach eigenen ‌Angaben allein im August 2024 fast 260 solcher Verstöße gemeldet. Meta habe für die Löschung jedoch bis zu 62 Tage benötigt. Durch die ​Werbung würden das Unternehmenspersönlichkeitsrecht der Firma ⁠und das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Gründers verletzt, urteilten die Richter.

Meta könne sich nicht darauf berufen, ​keine Kenntnis von den Inhalten gehabt zu haben, hieß es in dem Urteil ⁠weiter. Anders als ‌rein chronologische Nutzerfeeds übe Meta durch seine Algorithmen und das automatisierte Auktionsverfahren für Anzeigen eine Kontrolle über die Inhalte aus. Damit könne sich der ⁠Konzern nicht ⁠auf Haftungsprivilegien des Gesetzes über digitale Dienste (Digital Services Act) berufen. Die Kammer verwies ⁠auf ​ein ⁠jüngeres Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Meta ​muss dem Unternehmen zudem Auskunft über die ‌mit den Anzeigen erzielten Einnahmen erteilen. Das Urteil (Az.: 2–06 O 234/25) ist noch ​nicht rechtskräftig.

Meta könne sich nicht darauf berufen, ​keine Kenntnis von den Inhalten gehabt zu haben, hieß es in dem Urteil ⁠weiter. Anders als ‌rein chronologische Nutzerfeeds übe Meta durch seine Algorithmen und das automatisierte Auktionsverfahren für Anzeigen eine Kontrolle über die Inhalte aus. Damit könne sich der ⁠Konzern nicht ⁠auf Haftungsprivilegien des Gesetzes über digitale Dienste (Digital Services Act) berufen. Die Kammer verwies ⁠auf ​ein ⁠jüngeres Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Meta ​muss dem Unternehmen zudem Auskunft über die ‌mit den Anzeigen erzielten Einnahmen erteilen. Das Urteil (Az.: 2–06 O 234/25) ist noch ​nicht rechtskräftig.