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Business-Ticker: Commerzbank-Chefin Orlopp wirbt für „konstruktiven Dialog" mit Unicredit

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Business-Ticker: Commerzbank-Chefin Orlopp wirbt für „konstruktiven Dialog" mit Unicredit

Business-Ticker : Commerzbank-Chefin Orlopp wirbt für „konstruktiven Dialog" mit Unicredit

Muss mit Unicredit verhandeln: Bettina Orlopp, Vorstandsvorsitzende der Commerzbankdpa

Traktormotorhersteller Deutz darf Rüstungsfirma FFG kaufen +++ Hensoldt verdoppelt Auftragseingang +++ Siemens Healthineers bekommt US-Zölle zurück +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Commerzbank-Chefin Orlopp wirbt für „konstruktiven Dialog" mit Unicredit

Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp wirbt im Übernahmekampf für konstruktive Gespräche mit der italienischen Großbank Unicredit. In einem bankintern verbreiteten Interview akzeptiert sie die baldige Führungsrolle der Italiener, die schon Zugriff auf fast die Hälfte der Commerzbank-Aktien haben. Doch auch bei einer Mehrheit auf der nächsten Hauptversammlung könne die Unicredit nicht allein über wesentliche Strukturmaßnahmen entscheiden. Zuerst hatte das „Handelsblatt“ berichtet.

„Es braucht zwischen unseren Häusern einen konstruktiven Dialog für einen wertschaffenden Weg nach vorn. Dazu gehört ein gemeinsames Verständnis des Geschäftsmodells und die Einbindung aller Stakeholder“, sagt die Chefin der zweitgrößten Privatbank in Deutschland. Man komme mit der stärksten Commerzbank der Geschichte an den Tisch und habe breiten Rückhalt bei Aufsichtsrat, Bundesregierung und Arbeitnehmern.

Die Vorstandschefin kündigt an: „Über die kommenden Wochen und Monate werden Commerzbank und Unicredit Gespräche führen, um Schritt für Schritt festzulegen, wie wir weitermachen. Das werden wir bei der Commerzbank im Schulterschluss mit dem Aufsichtsrat sowie den Arbeitnehmervertretern und im engen Austausch mit der Bundesregierung tun.“

Die Großbank Unicredit hat sich auf eine baldige Kontrollübernahme bei der Commerzbank eingestellt, für die eine Genehmigung durch die EZB erforderlich ist. Diese könnte nach Einschätzung der Italiener bereits im vierten Quartal dieses Jahres vorliegen.

„Es braucht zwischen unseren Häusern einen konstruktiven Dialog für einen wertschaffenden Weg nach vorn. Dazu gehört ein gemeinsames Verständnis des Geschäftsmodells und die Einbindung aller Stakeholder“, sagt die Chefin der zweitgrößten Privatbank in Deutschland. Man komme mit der stärksten Commerzbank der Geschichte an den Tisch und habe breiten Rückhalt bei Aufsichtsrat, Bundesregierung und Arbeitnehmern.

Die Vorstandschefin kündigt an: „Über die kommenden Wochen und Monate werden Commerzbank und Unicredit Gespräche führen, um Schritt für Schritt festzulegen, wie wir weitermachen. Das werden wir bei der Commerzbank im Schulterschluss mit dem Aufsichtsrat sowie den Arbeitnehmervertretern und im engen Austausch mit der Bundesregierung tun.“

Die Großbank Unicredit hat sich auf eine baldige Kontrollübernahme bei der Commerzbank eingestellt, für die eine Genehmigung durch die EZB erforderlich ist. Diese könnte nach Einschätzung der Italiener bereits im vierten Quartal dieses Jahres vorliegen.

Deutz darf Rüstungsunternehmen FFG kaufen

Der Motorenhersteller Deutz aus Köln hat grünes Licht für die Übernahme der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) bekommen. Das Bundeskartellamt hat die geplante Transaktion am Freitag im Vorprüfverfahren freigegeben.

Kartellamtschef Andreas Mundt bezeichnete die Übernahme als unproblematisch aus wettbewerblicher Sicht. „Zwar stärkt Deutz damit seine Rüstungssparte, die Tätigkeitsbereiche beider Unternehmen überschneiden sich aber nicht", sagte er laut einer Pressemitteilung. Auch spiele FFG als Abnehmer von Motoren bislang keine bedeutende Rolle, sodass für andere Motorenhersteller kein wesentlicher Kunde wegfalle.

Deutz stellt vor allem starke Motoren für Traktoren oder Bagger her. Darüber hinaus kommen Deutz-Motoren und Generatoren laut Kartellamt für militärische Spezialfahrzeuge und die Stromversorgung des Militärs zum Einsatz.

Das Flensburger Rüstungsunternehmen FFG ist auf die Entwicklung, Fertigung und Instandhaltung von gepanzerten Ketten- und Radfahrzeugen spezialisiert. Unter anderem stellt FFG Module für den Kampfpanzer Leopard 2 her, die den Einsatz als Berge-, Pionier-, Minenräum- oder Brückenlegepanzer ermöglichen.

Kartellamtschef Andreas Mundt bezeichnete die Übernahme als unproblematisch aus wettbewerblicher Sicht. „Zwar stärkt Deutz damit seine Rüstungssparte, die Tätigkeitsbereiche beider Unternehmen überschneiden sich aber nicht", sagte er laut einer Pressemitteilung. Auch spiele FFG als Abnehmer von Motoren bislang keine bedeutende Rolle, sodass für andere Motorenhersteller kein wesentlicher Kunde wegfalle.

Deutz stellt vor allem starke Motoren für Traktoren oder Bagger her. Darüber hinaus kommen Deutz-Motoren und Generatoren laut Kartellamt für militärische Spezialfahrzeuge und die Stromversorgung des Militärs zum Einsatz.

Das Flensburger Rüstungsunternehmen FFG ist auf die Entwicklung, Fertigung und Instandhaltung von gepanzerten Ketten- und Radfahrzeugen spezialisiert. Unter anderem stellt FFG Module für den Kampfpanzer Leopard 2 her, die den Einsatz als Berge-, Pionier-, Minenräum- oder Brückenlegepanzer ermöglichen.

Schaeffler kappt mittelfristige Umsatzprognose wegen Elektroflaute

Der Herzogenauracher Auto- und Industriezulieferer ​Schaeffler rechnet wegen der schleppenden Umstellung der ⁠Autobranche auf Elektromobilität mittelfristig mit weniger Umsatz. Insgesamt werde im Geschäftsjahr 2028 nun mit Erlösen zwischen ‌24 und 26 Milliarden Euro gerechnet, das sind jeweils drei Milliarden Euro weniger als bislang vorhergesagt, ‌teilte ‌das Unternehmen am Freitag mit. Der wichtigste Grund dafür ist die geringere Nachfrage nach Teilen für Elektroautos. ​So soll die Sparte ⁠E-Mobility nur noch auf Erlöse zwischen 6,25 und 7,25 Milliarden Euro ​kommen, statt der bislang erwarteten 8,25 bis 9 ⁠Milliarden Euro. ‌Entsprechend schreibe der Bereich weiterhin Verluste, die bereinigte Ergebnismarge dürfte zwischen minus vier und null Prozent liegen. Besser ⁠laufen dürfte ⁠es dagegen im Geschäft mit Antriebskomponenten und vor ⁠allem ​im Ersatzteilgeschäft. ⁠Hier dürfte die Marge ​jeweils einen halben Prozentpunkt höher ausfallen ‌als bislang angenommen.

Puma bleibt in der Verlustzone

Der in einem Umbau befindliche Sportartikelhersteller Puma hat im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang sowie einen Verlust verzeichnet. Wie der Vorstandsvorsitzende Arthur Höld am Freitag mitteilte, werde nach einem soliden ersten Quartal und einem erwartungsgemäß schwächeren zweiten Quartal mit einer schrittweisen Verbesserung der Umsätze in der zweiten Jahreshälfte gerechnet. Er bestätigte den Ausblick, wonach der Umsatz im Gesamtjahr im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zurückgehen werde.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erwartet er weiterhin zwischen minus 50 und minus 150 Millionen Euro. Nach den ersten sechs Monaten beträgt der operative Verlust 1,3 Millionen Euro, womit das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 98 Prozent besser ausfällt.

Für Höld stand das zurückliegende Quartal im Zeichen des Umbaus: Es seien wichtige Schritte unternommen worden, um das Geschäftsmodell strukturell zu verbessern. Es seien Ineffizienzen abgebaut worden, die Kostenbasis optimiert und die Organisationsstruktur verbessert worden. "Zusammen mit unserem markenorientierten Ansatz bilden diese Veränderungen die Grundlage für zukünftiges Wachstum", sagte er.

⁠Die Einbußen ⁠durch den Nahost-Konflikt und die erwarteten Zoll-Rückerstattungen aus den USA ⁠hielten sich ​⁠in etwa die Waage. Im ​zweiten Quartal habe Puma 15,4 Millionen ‌Euro zurückbekommen, im Juli weitere 33,8 Millionen. Um Wechselkurseffekte bereinigt sank der Umsatz in der ersten Jahreshälfte um fünf Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal sei die Konsumentennachfrage in wichtigen Märkten schwächer gewesen. Überdies nimmt Höld von Händlern unverkäufliche Ware zurück. Entsprechend sanken die Lagerbestände um 15 Prozent.

An der Börse kamen die Zahlen schlecht an: Der Puma-Aktienkurs gab um sechs Prozent nach. Die sinkenden Umsätze verdeutlichten die Schwierigkeit, die Attraktivität der Marke wieder zu steigern, urteilen die Analysten von Jefferies.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erwartet er weiterhin zwischen minus 50 und minus 150 Millionen Euro. Nach den ersten sechs Monaten beträgt der operative Verlust 1,3 Millionen Euro, womit das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 98 Prozent besser ausfällt.

Für Höld stand das zurückliegende Quartal im Zeichen des Umbaus: Es seien wichtige Schritte unternommen worden, um das Geschäftsmodell strukturell zu verbessern. Es seien Ineffizienzen abgebaut worden, die Kostenbasis optimiert und die Organisationsstruktur verbessert worden. "Zusammen mit unserem markenorientierten Ansatz bilden diese Veränderungen die Grundlage für zukünftiges Wachstum", sagte er.

⁠Die Einbußen ⁠durch den Nahost-Konflikt und die erwarteten Zoll-Rückerstattungen aus den USA ⁠hielten sich ​⁠in etwa die Waage. Im ​zweiten Quartal habe Puma 15,4 Millionen ‌Euro zurückbekommen, im Juli weitere 33,8 Millionen. Um Wechselkurseffekte bereinigt sank der Umsatz in der ersten Jahreshälfte um fünf Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal sei die Konsumentennachfrage in wichtigen Märkten schwächer gewesen. Überdies nimmt Höld von Händlern unverkäufliche Ware zurück. Entsprechend sanken die Lagerbestände um 15 Prozent.

An der Börse kamen die Zahlen schlecht an: Der Puma-Aktienkurs gab um sechs Prozent nach. Die sinkenden Umsätze verdeutlichten die Schwierigkeit, die Attraktivität der Marke wieder zu steigern, urteilen die Analysten von Jefferies.

RBI erhöht Ertragskraft

Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat im ersten Halbjahr ohne Einbezug des Russland-Geschäfts ihren Gewinn um ein Viertel auf 708 Millionen Euro gesteigert. In den kommenden Monaten wird das zweitgrößte Finanzinstitut Österreichs vor allem mit den Übernahmen der Addiko Bank und der BBVA Garanti in Rumänien beschäftigt sein. Das Russland-Geschäft wird indes weiter abgebaut. Der seit Juli amtierende neue RBI-Vorsitzende Michael Höllerer will außerdem die Strategie der RBI erneuern. „In den kommenden Monaten werden wir intensiv an unserer neuen Strategie arbeiten, die einen klaren Fokus auf Wachstum und Profitabilität legen wird", teilte Höllerer am Freitag mit. 

Der russische RBI-Ableger ist das größte westliche Finanzinstitut des Landes. Es unterliegt nicht den weitreichenden Sanktionen der Vereinigten Staaten im Zuge des Ukrainekrieges, die Konkurrenten vom internationalen Zahlungsverkehr weitgehend abgeschnitten haben.

Das Kreditgeschäft sank seit Jahresbeginn von 2,6 auf 2,5 Milliarden Euro. Die Einlagen liegen mit 10,9 Milliarden Euro deutlich über den Ausleihen. Netto bilanzierte die Bank wieder einen Gewinn von 550 Millionen Euro in Russland, nach einem Fehlbetrag von 437 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Im vergangenen Jahr hatten sich die Strafzahlungen im Rechtsstreit mit der russischen Gesellschaft Rasperia negativ auf das Ergebnis niedergeschlagen.

In diesem Rechtsstreit rund um den russischen Kernaktionär des Baukonzerns Strabag hat RBI nun zum Gegenschlag ausgeholt. Am gestrigen Donnerstag hat RBI Rasperia in Österreich auf 3,15 Milliarden Euro Schadenersatz verklagt. Ziel ist es, mit dem Geld jenen Schaden kompensieren, der in Russland durch Rasperia-Klagen entstanden ist. Hintergrund der somit weiter laufenden Rechtsstreitigkeiten ist der Konflikt zwischen dem russischen Aktionär des Baukonzerns Strabag und österreichischen Mitgesellschaftern. Diese wirken wegen gesellschaftsrechtlicher Verflechtungen mittelbar auf den Finanzdienstleister.

Der russische RBI-Ableger ist das größte westliche Finanzinstitut des Landes. Es unterliegt nicht den weitreichenden Sanktionen der Vereinigten Staaten im Zuge des Ukrainekrieges, die Konkurrenten vom internationalen Zahlungsverkehr weitgehend abgeschnitten haben.

Das Kreditgeschäft sank seit Jahresbeginn von 2,6 auf 2,5 Milliarden Euro. Die Einlagen liegen mit 10,9 Milliarden Euro deutlich über den Ausleihen. Netto bilanzierte die Bank wieder einen Gewinn von 550 Millionen Euro in Russland, nach einem Fehlbetrag von 437 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Im vergangenen Jahr hatten sich die Strafzahlungen im Rechtsstreit mit der russischen Gesellschaft Rasperia negativ auf das Ergebnis niedergeschlagen.

In diesem Rechtsstreit rund um den russischen Kernaktionär des Baukonzerns Strabag hat RBI nun zum Gegenschlag ausgeholt. Am gestrigen Donnerstag hat RBI Rasperia in Österreich auf 3,15 Milliarden Euro Schadenersatz verklagt. Ziel ist es, mit dem Geld jenen Schaden kompensieren, der in Russland durch Rasperia-Klagen entstanden ist. Hintergrund der somit weiter laufenden Rechtsstreitigkeiten ist der Konflikt zwischen dem russischen Aktionär des Baukonzerns Strabag und österreichischen Mitgesellschaftern. Diese wirken wegen gesellschaftsrechtlicher Verflechtungen mittelbar auf den Finanzdienstleister.

Siemens Healthineers bekommt US-Zölle zurück

Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers spürt im Umsatz die Umwälzungen im chinesischen Gesundheitssystem. Für das ⁠laufende Geschäftsjahr 2025/26 (per 30. September) erwartet der Vorstand um den Vorsitzenden Bernd Montag nur noch ein vergleichbares Umsatzwachstum von 3,5 bis 4,0 Prozent.

Im Vorquartal hatte das Unternehmen die Umsatzprognose schon von 5,0 bis 6,0 Prozent auf 4,5 bis 5,0 Prozent zurücknehmen müssen. Die Reformen in China belasten vor allem die auf Laborstraßen spezialisierte Einheit Diagnostics, die von dem Kerngeschäft Bildgebung und Präzisionstherapie abgespalten wird.

Den Gegenwind in China kann Healthineers, deren Vorbereitungen für die Abspaltung vom Siemens-Konzern nach Aussage Montags weit fortgeschritten sind, durch die Rückerstattung von US-Einfuhrzöllen in Höhe von 200 Millionen Euro auffangen. Diese waren unrechtmäßig erhoben worden. Der Gewinn je Aktie werde 2025/26 deshalb mit 2,35 bis 2,45 Euro um ​15 Cent höher ausfallen ⁠als bisher geplant.

Im dritten Quartal wuchs der vergleichbare Umsatz um 2,8 Prozent auf ​5,76 Milliarden Euro. Das war weniger als Analysten erwartet hatten. ⁠Wachstumstreiber war das Segment ‌Präzisionstherapie mit der US-Krebsbehandlungseinheit Varian. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) erhöhte sich wegen der Zoll-Effekte um 16 ⁠Prozent auf 1,1 Milliarden ⁠Euro. Der freie Mittelzufluss (Free Cash-flow) profitierte von den Zollrückerstattungen und übertraf mit einer Milliarde Euro den Wert im Vorjahreszeitraum um mehr als ein Fünftel. Der ⁠Auftragseingang ​lag um mehr als ein Viertel über dem Umsatz. "Wir hatten eine großartige Auftragsdynamik. Unser synergetischer Kern zeigte sich sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis robust", zeigte sich Montag mit dem Quartal zufrieden.

Im Vorquartal hatte das Unternehmen die Umsatzprognose schon von 5,0 bis 6,0 Prozent auf 4,5 bis 5,0 Prozent zurücknehmen müssen. Die Reformen in China belasten vor allem die auf Laborstraßen spezialisierte Einheit Diagnostics, die von dem Kerngeschäft Bildgebung und Präzisionstherapie abgespalten wird.

Den Gegenwind in China kann Healthineers, deren Vorbereitungen für die Abspaltung vom Siemens-Konzern nach Aussage Montags weit fortgeschritten sind, durch die Rückerstattung von US-Einfuhrzöllen in Höhe von 200 Millionen Euro auffangen. Diese waren unrechtmäßig erhoben worden. Der Gewinn je Aktie werde 2025/26 deshalb mit 2,35 bis 2,45 Euro um ​15 Cent höher ausfallen ⁠als bisher geplant.

Im dritten Quartal wuchs der vergleichbare Umsatz um 2,8 Prozent auf ​5,76 Milliarden Euro. Das war weniger als Analysten erwartet hatten. ⁠Wachstumstreiber war das Segment ‌Präzisionstherapie mit der US-Krebsbehandlungseinheit Varian. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) erhöhte sich wegen der Zoll-Effekte um 16 ⁠Prozent auf 1,1 Milliarden ⁠Euro. Der freie Mittelzufluss (Free Cash-flow) profitierte von den Zollrückerstattungen und übertraf mit einer Milliarde Euro den Wert im Vorjahreszeitraum um mehr als ein Fünftel. Der ⁠Auftragseingang ​lag um mehr als ein Viertel über dem Umsatz. "Wir hatten eine großartige Auftragsdynamik. Unser synergetischer Kern zeigte sich sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis robust", zeigte sich Montag mit dem Quartal zufrieden.

Hensoldt verdoppelt Auftragseingang

Der Radar- und Sensorspezialist Hensoldt profitiert immer stärker von der Rüstungsnachfrage. Wie das in Taufkirchen im Süden Münchens ansässige Unternehmen am Freitag mitteilte, verdoppelte sich im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum der Auftragseingang auf 2,8 Milliarden Euro. Darunter waren Eurofighter-Radare, die in der Ukraine eingesetzten TRML-4D-Flugabwehr-Radare sowie Großaufträge ‌für die Optronik des Schützenpanzers ‌Puma und des Radpanzers Schakal.
 
Der Auftragsbestand lag Ende Juni auf einem Rekordniveau von 10,4 Milliarden Euro und damit erstmals über der Marke von zehn Milliarden Euro. Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten um fast ein Viertel auf 1,2 Milliarden Euro. Haupttreiber sei das deutlich gewachsene Kerngeschäft gewesen, das sich insbesondere im Segment Optronik, aber auch im Segment Sensors positiv entwickelt habe.

Der bereinigte Betriebsgewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich um 28,5 Prozent auf 137 Millionen Euro. „Die politischen Entscheidungen für höhere Verteidigungsausgaben konkretisieren sich nun in unserem Auftragsbuch", erklärte der Vorstandsvorsitzende Oliver Dörre. Der Vorstand bestätigte seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2026: Demnach wird ein Umsatz von 2,75 Milliarden Euro erwartet. Die Ebitda-Marge wird zwischen 18,5 und 19,0 Prozent gesehen nach 11,8 Prozent in der ersten Jahreshälfte.
 

Der Auftragsbestand lag Ende Juni auf einem Rekordniveau von 10,4 Milliarden Euro und damit erstmals über der Marke von zehn Milliarden Euro. Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten um fast ein Viertel auf 1,2 Milliarden Euro. Haupttreiber sei das deutlich gewachsene Kerngeschäft gewesen, das sich insbesondere im Segment Optronik, aber auch im Segment Sensors positiv entwickelt habe.

Der bereinigte Betriebsgewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich um 28,5 Prozent auf 137 Millionen Euro. „Die politischen Entscheidungen für höhere Verteidigungsausgaben konkretisieren sich nun in unserem Auftragsbuch", erklärte der Vorstandsvorsitzende Oliver Dörre. Der Vorstand bestätigte seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2026: Demnach wird ein Umsatz von 2,75 Milliarden Euro erwartet. Die Ebitda-Marge wird zwischen 18,5 und 19,0 Prozent gesehen nach 11,8 Prozent in der ersten Jahreshälfte.

Auch Anthropics KI griff echte Firmen an

Wenige Wochen nach der aufsehenerregenden Hacker-Attacke eines KI-Modells des ChatGPT-Entwicklers OpenAI muss der Rivale Anthropic einräumen, dass ihm etwas Ähnliches passiert ist. 

Amazon übertrifft Erwartungen

Amazon hat im vergangenen Quartal die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Die Aktie stieg in einer ersten Reaktion im nachbörslichen US-Handel um mehr als sieben Prozent. Der Umsatz der Cloud-Tochter Amazon Web Services (AWS) stieg im Jahresvergleich um 37 Prozent auf 42,2 Milliarden Dollar, wie Amazon am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit Erlösen von rund 40,5 Milliarden Dollar gerechnet.

Insgesamt kletterten die Erlöse des Handels- und Technologiekonzerns im Jahresvergleich um 20 Prozent auf 200,6 Milliarden Dollar. Unter dem Strich sprang der Gewinn von 18,1 Milliarden Dollar im Vorjahr auf knapp 62,65 Milliarden Dollar. Allerdings schließt das auch zusätzliche Buchgewinne ein, etwa durch die Neubewertung der Beteiligung an der KI-Firma Anthropic. Sie lagen vor Steuern bei 53,4 Milliarden Dollar.

Für das laufende ⁠Quartal stellte ⁠Amazon ein Umsatzplus von neun bis zwölf Prozent auf 197 bis 202 ⁠Milliarden ​Dollar ⁠in Aussicht. Der operative Gewinn werde ​voraussichtlich um 29 bis 52 Prozent auf ‌22,5 bis 26,5 Milliarden Dollar steigen.

Insgesamt kletterten die Erlöse des Handels- und Technologiekonzerns im Jahresvergleich um 20 Prozent auf 200,6 Milliarden Dollar. Unter dem Strich sprang der Gewinn von 18,1 Milliarden Dollar im Vorjahr auf knapp 62,65 Milliarden Dollar. Allerdings schließt das auch zusätzliche Buchgewinne ein, etwa durch die Neubewertung der Beteiligung an der KI-Firma Anthropic. Sie lagen vor Steuern bei 53,4 Milliarden Dollar.

Für das laufende ⁠Quartal stellte ⁠Amazon ein Umsatzplus von neun bis zwölf Prozent auf 197 bis 202 ⁠Milliarden ​Dollar ⁠in Aussicht. Der operative Gewinn werde ​voraussichtlich um 29 bis 52 Prozent auf ‌22,5 bis 26,5 Milliarden Dollar steigen.

Auch Apple hat die Erwartungen der Analysten übertroffen. Dazu lesen Sie hier den Bericht unseres New-York-Korrespondenten Roland Lindner:

Autozulieferer Aumovio beendet Rechtsstreit mit BMW – Aktie zieht kräftig an

Der Autozulieferer Aumovio hat einen Rechtsstreit mit dem wichtigen Kunden BMW beigelegt. Wegen der Kosten dafür in Höhe von 350 Millionen Euro senkte das Unternehmen seine Prognose für den Gewinn.

Zudem wurde das obere Ende der Umsatz-Zielspanne gekappt. Da Aumovio am Donnerstag aber auch ankündigte, die Zusammenarbeit mit BMW auszuweiten, und zudem von dem Autobauer Aufträge über eine Milliarde Euro erhalten wird, zog die im MDax notierte Aktie deutlich an. Der Kurs kletterte um bis zu 14 Prozent auf 42 Euro und damit auf den höchsten Stand seit Ende Februar nach oben.

Zudem wurde das obere Ende der Umsatz-Zielspanne gekappt. Da Aumovio am Donnerstag aber auch ankündigte, die Zusammenarbeit mit BMW auszuweiten, und zudem von dem Autobauer Aufträge über eine Milliarde Euro erhalten wird, zog die im MDax notierte Aktie deutlich an. Der Kurs kletterte um bis zu 14 Prozent auf 42 Euro und damit auf den höchsten Stand seit Ende Februar nach oben.

Edeka darf wohl weniger Tegut-Märkte übernehmen als geplant

Der Lebensmittelhändler Edeka darf voraussichtlich nicht so viele Filialen der Supermarktkette Tegut übernehmen wie geplant. Nach vorläufiger Einschätzung des Bundeskartellamts könnte der Wettbewerb beeinträchtigt werden, weil Edeka in einigen Regionen eine zu starke Marktstellung bekäme. Das teilte ein Sprecher der Behörde auf Nachfrage mit. Migros hatte im März angekündigt, Tegut verkaufen zu wollen. Auch die Marke soll aufgegeben werden. Rund 200 Supermärkte der Kette will Edeka übernehmen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch das Bundeskartellamt.

Bei 38 der Filialen hat die Behörde allerdings Bedenken, dass der Marktanteil von Edeka dort nach einem Erwerb zu hoch wäre. Die Übernahme könne deshalb nicht in der geplanten Form genehmigt werden, sagte der Kartellamtssprecher. Edeka wurde dies in einem vorläufigen Entscheidungsentwurf mitgeteilt. Zuvor hatte die „Lebensmittel Zeitung“ darüber berichtet. Das Unternehmen teilte dazu lediglich mit: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns nicht äußern können, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt."

Bei 38 der Filialen hat die Behörde allerdings Bedenken, dass der Marktanteil von Edeka dort nach einem Erwerb zu hoch wäre. Die Übernahme könne deshalb nicht in der geplanten Form genehmigt werden, sagte der Kartellamtssprecher. Edeka wurde dies in einem vorläufigen Entscheidungsentwurf mitgeteilt. Zuvor hatte die „Lebensmittel Zeitung“ darüber berichtet. Das Unternehmen teilte dazu lediglich mit: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns nicht äußern können, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt."

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bietet Edeka nun an, auf den Kauf von 9 der 38 umstrittenen Standorte zu verzichten. Das Kartellamt verlängerte daraufhin die Frist für das Hauptprüfverfahren um einen Monat auf den 23. September. Sollten 38 Tegut-Supermärkte aus dem Paket herausfallen, wären laut Unternehmenskreisen etwa 1.100 Arbeitsplätze gefährdet. Die meisten der betreffenden Filialen liegen in Hessen und Bayern. Zum anvisierten Übernahmepaket von Edeka gehören auch das Tegut-Logistikzentrum, die Bäckerei Herzberger sowie die rund 40 personallosen „Teo“-Minimärkte. 

Ungarn schaltet Kernkraftwerk Paks ab

Wegen eines historischen niedrigen Wasserstandes der Donau und damit einhergehenden Kühlwassermangels wird das ungarische Atomkraftwerk Paks komplett vom Netz genommen. Das bestätigte der Ministerpräsident Peter Magyar am Donnerstag. Zwar reiche die aktuelle Wassermenge zur Kühlung der Reaktorblöcke aus, stellte der Betreiber klar – trotz der extrem niedrigen Pegelstände und Durchflussraten. Aber die Ansaugpunkte der erforderlichen Pumpen lägen höher als der aktuelle und voraussichtlich weiter sinkende Wasserspiegel, sodass sie ihre Funktion nicht mehr erfüllen könnten. Die Rede war von bis zu 72 Stunden. Der Leistungsausfall könne jedoch durch Importe gedeckt werden, zitierte ihn das Portal HVG. Paks liefert die Hälfte des Strombedarfs des kleinen mitteleuropäischen Landes.

Ungarn betreibt seit 1982 in der südungarischen Stadt Paks das von der damaligen Sowjetunion gelieferte Atomkraftwerk. Zwei der vier Blöcke sollen durch die beiden neuen Reaktoren aus der Fertigung von Rosatom ersetzt werden. Ursprünglich wurde mit einer Inbetriebnahme nicht vor Mitte der 2030er Jahre gerechnet. Über Ungarn hinaus treffen die niedrigen Wasserstände die Energieversorger und die Wirtschaft. Der Schiffsverkehr ist aufgrund des Niedrigwassers bereits eingeschränkt. Kreuzfahrten von Passau nach Wien enden vorzeitig. 

Die Dürre belastet auch Wasserkraftbetreiber. Zugleich erschweren niedrige Pegel den Transport von Kohle, Öl oder Biomasse auf Binnenwasserstraßen. Trockenheit wirkt damit auf mehrere Teile des Energiesystems gleichzeitig. Sie senkt die Stromerzeugung aus Wasserkraft, verteuert die Ersatzbeschaffung am Markt und kann konventionelle Kraftwerke sowie Brennstofflogistik beeinträchtigen. 

Sparkurs beginnt bei Wacker Chemie zu greifen

Der Spezialchemiekonzern Wacker Chemie blickt nach einem deutlichen Ergebnisanstieg im zweiten Quartal optimistischer ​auf das laufende Jahr. Der Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll 2026 nun zwischen 625 und 750 Millionen Euro liegen, wie ⁠das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte Wacker 550 bis 700 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Grund für die bessere Prognose seien Einsparungen durch das laufende Effizienzprogramm sowie ein positiver Sondereffekt aus den Pensionsrückstellungen. Für den Umsatz rechnet ‌der Konzern dagegen nur noch mit einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, nachdem zuvor ein Plus im hohen einstelligen Bereich erwartet worden war. Wacker begründete die Anpassung damit, dass Rohstoff- und Energiepreise absehbar nicht ‌so stark steigen würden wie ‌bisher erwartet. Damit werde das Unternehmen auch seine Verkaufspreise voraussichtlich weniger stark anheben als bisher angepeilt.

Die gewaltsamen Konflikte im Nahen Osten hatten Beschaffungskosten in die Höhe getrieben. Diese Mehrkosten gibt Wacker an seine Kunden weiter.
Im abgelaufenen Quartal steigerte ​Wacker den Umsatz um sieben Prozent auf 1,52 Milliarden ⁠Euro. Das Ebitda kletterte um 85 Prozent auf 211 Millionen Euro. Darin enthalten ist ein außerordentlicher Ertrag von knapp 37 Millionen ​Euro, der aus einer Anpassung der Pensionsrückstellungen infolge einer Änderung der betrieblichen Altersversorgung resultierte. Ohne diesen Effekt lag das Ergebnis nach Unternehmensangaben ⁠im Rahmen der Analystenerwartungen. Unter ‌dem Strich stand ein Gewinn von 350 Millionen Euro.

Hier profitierte Wacker auch von einem im Mai mitgeteilten Verkauf von Anteilen am Chip-Zulieferer Siltronic, der rund 243 Millionen Euro zum Ergebnis beisteuerte. Durch den Mittelzufluss aus der ⁠Transaktion dürften die Nettofinanzschulden ⁠im Gesamtjahr auf 500 Millionen Euro sinken.

Trotz des Gewinnwachstums warnte Konzernchef Christian Hartel vor Gegenwind. „Auf der Nachfrageseite ⁠sehen wir aktuell keine ​Trendwende“, sagte ⁠der Manager. Die Nachfrage aus wichtigen Abnehmerbranchen wie ​der Automobil- oder Bauindustrie sei weiter schwach. In vielen Märkten bestünden ‌massive Überkapazitäten. Wacker steuert mit einem im vergangenen Oktober aufgelegten Sparprogramm gegen, das jährliche Einsparungen von mehr als 300 ​Millionen Euro bringen soll. Im Zuge dessen sollen rund ​1500 Stellen abgebaut werden, der Großteil davon in Deutschland.

Grund für die bessere Prognose seien Einsparungen durch das laufende Effizienzprogramm sowie ein positiver Sondereffekt aus den Pensionsrückstellungen. Für den Umsatz rechnet ‌der Konzern dagegen nur noch mit einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, nachdem zuvor ein Plus im hohen einstelligen Bereich erwartet worden war. Wacker begründete die Anpassung damit, dass Rohstoff- und Energiepreise absehbar nicht ‌so stark steigen würden wie ‌bisher erwartet. Damit werde das Unternehmen auch seine Verkaufspreise voraussichtlich weniger stark anheben als bisher angepeilt.

Die gewaltsamen Konflikte im Nahen Osten hatten Beschaffungskosten in die Höhe getrieben. Diese Mehrkosten gibt Wacker an seine Kunden weiter.

Im abgelaufenen Quartal steigerte ​Wacker den Umsatz um sieben Prozent auf 1,52 Milliarden ⁠Euro. Das Ebitda kletterte um 85 Prozent auf 211 Millionen Euro. Darin enthalten ist ein außerordentlicher Ertrag von knapp 37 Millionen ​Euro, der aus einer Anpassung der Pensionsrückstellungen infolge einer Änderung der betrieblichen Altersversorgung resultierte. Ohne diesen Effekt lag das Ergebnis nach Unternehmensangaben ⁠im Rahmen der Analystenerwartungen. Unter ‌dem Strich stand ein Gewinn von 350 Millionen Euro.

Hier profitierte Wacker auch von einem im Mai mitgeteilten Verkauf von Anteilen am Chip-Zulieferer Siltronic, der rund 243 Millionen Euro zum Ergebnis beisteuerte. Durch den Mittelzufluss aus der ⁠Transaktion dürften die Nettofinanzschulden ⁠im Gesamtjahr auf 500 Millionen Euro sinken.

Trotz des Gewinnwachstums warnte Konzernchef Christian Hartel vor Gegenwind. „Auf der Nachfrageseite ⁠sehen wir aktuell keine ​Trendwende“, sagte ⁠der Manager. Die Nachfrage aus wichtigen Abnehmerbranchen wie ​der Automobil- oder Bauindustrie sei weiter schwach. In vielen Märkten bestünden ‌massive Überkapazitäten. Wacker steuert mit einem im vergangenen Oktober aufgelegten Sparprogramm gegen, das jährliche Einsparungen von mehr als 300 ​Millionen Euro bringen soll. Im Zuge dessen sollen rund ​1500 Stellen abgebaut werden, der Großteil davon in Deutschland.

MTU sucht nach Alternativen für FCAS-Projekt

Der Triebwerkshersteller MTU Aero Engines ​blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück. Der Vorstand bekräftigte am Donnerstag seine Jahresziele trotz der Konflikte im Nahen Osten. Der um Sondereffekte bereinigte Umsatz stieg in den ‌ersten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern mitteilte. ‌Das bereinigte ‌operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um fünf Prozent auf 692 Millionen Euro zu.

Der Vorstandsvorsitzende ⁠Johannes Bussmann berichtete von einer weiterhin hohen Nachfrage und keinerlei Stornierungen von Aufträgen. Den ​stärksten Zuwachs verbuchte MTU in der zivilen Instandhaltung ⁠mit einem Umsatzplus ‌von 21 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Auch das Militärgeschäft wuchs mit 15 Prozent zweistellig. ⁠Für das Gesamtjahr ⁠rechnet das Management weiterhin mit einem Umsatz zwischen ⁠9,2 ​und ⁠9,7 Milliarden Euro sowie einem ​bereinigten Ebit von 1,35 bis ‌1,45 Milliarden Euro.

Nach dem Aus des europäischen Kampfjets FCAS sucht MTU nach Alternativen für seine Kooperation mit der französischen ⁠Safran. „Es gibt natürlich auch andere Möglichkeiten und andere Partner, mit denen wir das machen können“, sagte MTU-Chef Bussmann in der Telefonkonferenz zur Quartalsbilanz. „Das haben ‌wir der Regierung dann auch vorgeschlagen und mit den Partnern entsprechend auch gesprochen.“

Der Vorstandsvorsitzende ⁠Johannes Bussmann berichtete von einer weiterhin hohen Nachfrage und keinerlei Stornierungen von Aufträgen. Den ​stärksten Zuwachs verbuchte MTU in der zivilen Instandhaltung ⁠mit einem Umsatzplus ‌von 21 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Auch das Militärgeschäft wuchs mit 15 Prozent zweistellig. ⁠Für das Gesamtjahr ⁠rechnet das Management weiterhin mit einem Umsatz zwischen ⁠9,2 ​und ⁠9,7 Milliarden Euro sowie einem ​bereinigten Ebit von 1,35 bis ‌1,45 Milliarden Euro.

Nach dem Aus des europäischen Kampfjets FCAS sucht MTU nach Alternativen für seine Kooperation mit der französischen ⁠Safran. „Es gibt natürlich auch andere Möglichkeiten und andere Partner, mit denen wir das machen können“, sagte MTU-Chef Bussmann in der Telefonkonferenz zur Quartalsbilanz. „Das haben ‌wir der Regierung dann auch vorgeschlagen und mit den Partnern entsprechend auch gesprochen.“

Übernahme in Polen beflügelt Erste Group

Die Erste Group profitiert von ihrer Übernahme der Santander Bank Polska. Zum Halbjahr bilanzierte Österreichs größtes Geldhaus mit einem Nettogewinn von fast zwei Milliarden Euro, das war um 18,6 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode, wie das Management am Donnerstag mitteilte. Auch die Risikokosten des stark in Zentral- und Osteuropa engagierten Instituts stiegen deutlich von 182 Millionen Euro auf 583 Millionen Euro an. 

Ausschlaggebend hierfür waren erwartete Einmaleffekte aus der Integration der 2025 übernommenen polnischen Bank, die erstmals bilanzwirksam werden. Die Einmaleffekte beliefen sich auf 302 Millionen Euro, weitere 60 Millionen Euro kamen aufgrund des bestehenden Kreditportfolios in Polen dazu. Die Kreditqualität ist den Angaben zufolge jedoch robust geblieben. Die Quote notleidender Kredite blieb mit 2,3 Prozent knapp unter dem Niveau vom Dezember 2025 (2,4 Prozent).

Aufgrund der Ergebnisse hat das Management den Ausblick angehoben. „Das kräftige Wachstum unseres Kreditportfolios in den vergangenen sechs Monaten hat uns bereits an unser ursprüngliches Kreditvolumenziel von 285 Milliarden Euro herangeführt. Daher erhöhen wir dieses nun auf 290 Milliarden Euro", sagte der Vorstandsvorsitzende Peter Bosek. Die Eigenkapitalverzinsung (ROTE) soll bei über 20 Prozent liegen, das Ergebnis je Aktie um mehr als 20 Prozent steigen.

Schon vor einigen Tagen hatte der Vorstand auch angekündigt, das Ergebnis je Aktie bis 2030 auf mehr als 15 Euro verdoppeln zu wollen. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des Ergebnisses je Titel soll bei 15 Prozent liegen

Ausschlaggebend hierfür waren erwartete Einmaleffekte aus der Integration der 2025 übernommenen polnischen Bank, die erstmals bilanzwirksam werden. Die Einmaleffekte beliefen sich auf 302 Millionen Euro, weitere 60 Millionen Euro kamen aufgrund des bestehenden Kreditportfolios in Polen dazu. Die Kreditqualität ist den Angaben zufolge jedoch robust geblieben. Die Quote notleidender Kredite blieb mit 2,3 Prozent knapp unter dem Niveau vom Dezember 2025 (2,4 Prozent).

Aufgrund der Ergebnisse hat das Management den Ausblick angehoben. „Das kräftige Wachstum unseres Kreditportfolios in den vergangenen sechs Monaten hat uns bereits an unser ursprüngliches Kreditvolumenziel von 285 Milliarden Euro herangeführt. Daher erhöhen wir dieses nun auf 290 Milliarden Euro", sagte der Vorstandsvorsitzende Peter Bosek. Die Eigenkapitalverzinsung (ROTE) soll bei über 20 Prozent liegen, das Ergebnis je Aktie um mehr als 20 Prozent steigen.

Schon vor einigen Tagen hatte der Vorstand auch angekündigt, das Ergebnis je Aktie bis 2030 auf mehr als 15 Euro verdoppeln zu wollen. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des Ergebnisses je Titel soll bei 15 Prozent liegen